Beiträge

Geburtstagswünsche der Mitarbeiterinnen

Natürlich gehört zu einem Geburtstag auch der dazugehörige Wunsch!

Jede AMYNA-Kollegin hatte deshalb an diesem Tag die Möglichkeit, ihr Herzensthema zu präsentieren und dazu einen Wunsch an das Publikum zu richten. Wer die jeweilige Kollegin darin unterstützen möchte, konnte sich direkt an sie wenden. Gerne nehmen wir auch jetzt noch Unterstützung an! Bei den jeweiligen Wünschen finden sich auch die zuständigen Kolleginnen, die Sie gerne ansprechen bzw. -schreiben dürfen.

Schutzkonzepte

Adelheid Unterstaller: Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.

Genderbewusste Pädagogik

Fiona Langfeldt: Zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört selbstverständlich auch ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Dabei können kompetente Erwachsene sie in ihrer individuellen Vielfalt begleiten. Ich wünsche mir, dass 5 Einrichtungen ihre Mitarbeitenden zu genderbewusster Pädagogik fit machen und das Thema Teil ihrer Alltagspädagogik und ihres Konzepts wird.

Nachhaltige Sexualpädagogik

May Arias: Sexualität ist ein wichtiges Thema und ich bin der Meinung, dass wir als Fachkräfte in Einrichtungen viel mehr als Informationen, z.B. Haltungen und Werte  vermitteln können und müssen. Aber dies muss in der Einrichtung auch gelebt werden. Wir sollten Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung angemessen begleiten und Standards dazu nachhaltig in den Einrichtungen verankern. Daher wünsche ich mir, dass sexualpädagogische Arbeit bei zwei verschiedenen Trägern durch regelmäßige Auffrischungsschulungen immer wieder thematisiert wird.

Prävention digital denken

Anja Bawidamann: Mein Herzensthema ist die Prävention von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Vor allem, weil digitale Medien bzw. Foto- und Filmaufnahmen heute bei einem Großteil der Fälle von sexueller Gewalt verwendet werden. Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Bereich nicht mehr nur Aufgabe von Einzelpersonen in Teams ist, sondern alle pädagogischen Fachkräfte zu qualifizierten Ansprechpersonen für dieses Thema werden und sich in den kommenden zwei Jahren mindestens 5 Einrichtungen zu diesem Thema qualifizieren.

Kinderrechte in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren

Parvaneh Djafarzadeh: Ich sehe es als unsere Verantwortung an, auf den Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren zu achten. Diese Kinder und ihre Familien wohnen dort nicht freiwillig, sondern weil unsere Asylpolitik es so will. Aber auch sie haben das Recht auf Schutz auch vor sexueller Gewalt. Mein Wunsch ist, dass sie ihr Recht bekommen und dass ich 10 Fachkräfte und Ehrenamtliche finde, die im Flüchtlingsbereich arbeiten, und sich mit uns vernetzt für dieses Recht stark machen.

Pflegekinderhilfe

Christine Rudolf-Jilg: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Pflegekindern vor sexueller Gewalt schauen. Da wird bislang bundesweit viel zu wenig getan, obwohl wir wissen, dass sie eine Hochrisikogruppe sind. Deswegen wünsche ich mir, dass unser UBsKM Johannes Wilhelm Rörig, das Bundesfamilienministerium, das Bayerische Sozialministerium und auch das Stadtjugendamt sich 2020 aktiv werden und dafür sorgen, dass es in der Pflegekinderhilfe Schutzkonzepte gibt.

Sportvereine

Rita Seibold-Över: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Kindern in Sportvereinen schauen. Ich bin Mitglied in einem Verein und habe das Gefühl, da gibt es Strukturen, an denen mit Schutzkonzepten gearbeitet werden muss! Ich wünsche mir daher, dass München einen Weg findet, mittelfristig nur die Sportvereine zu fördern, die ein Schutzkonzept haben.

Schulen

Miriam Zwicknagel: Präventionsarbeit und die Etablierung von Schutzkonzepten muss im schulischen Bereich verankert werden. Dazu braucht es kompetente Lehrkräfte! Leider scheitert der Einstieg häufig an der Finanzierung für Fortbildungen. Deshalb wünsche ich mir, dass mindestens 10 SCHILFs bezuschusst werden und sich damit auch 10 Schulen auf den Weg zu Schutzkonzepten machen können.

Busfahrer*innen und Begleitpersonen

Petra Straubinger: In inklusiven Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sind viele Mitarbeitende im Bereich der Beförderung und der Assistenz eingesetzt. Auch hier braucht es präventive Maßnahmen. Ich erhoffe mir Unterstützung durch mindestens 5 Fachbereichsleitungen bzw. Zuständige für Beförderungsverträge für die Präventionsarbeit mit  Busfahrer*innen und eventuell begleitende Personen. Präventionsfortbildungen für diese Zielgruppe zu den Themen angemessene Nähe & Distanz sowie dem Vorgehen beim Verdachtsfall müssen als Bedingung zur Beauftragung gesetzt werden.

Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Yvonne Fellner: Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass die Politik weiterhin Projekte wie die „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ fördert, damit die realen Bedingungen der vielfältigen Geschlechter bereits im Hier und Jetzt verbessert werden. Konkret würde ich mir wünschen, dass unsere Sichere Wiesn App neu aufgesetzt werden kann, was leider viel Geld kostet. Da die meisten Oktoberfestbesucher*innen ihr Handy dabei haben, wird dadurch z.B. der Weg zu uns erleichtert.

Prävention in der Ausbildung

Maresa Griebel: In meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich leider kaum etwas über Methoden zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in Kindertageseinrichtungen erfahren. Um in der Arbeit mit Kindern eine professionelle Präventionsarbeit gewährleisten zu können, wäre es wichtig, das Thema schon in der Ausbildung zu verankern.
Mein Wunsch ist es deshalb, vor allem Lehrbeauftragte an Fachakademien für Sozialpädagogik durch Schulungen und Fortbildungen für das Thema „sexueller Missbrauch in Kindertageseinrichtungen und dessen Prävention“ zu sensibilisieren, damit sie die Thematik auch in ihrem Unterricht behandeln können. Ich wünsche mir, dass 5 Schulungen für Lehrbeauftrage an Fachakademien für Sozialpädagogik finanziert werden.

Finanzielle Unterstützung

Yvonne Oeffling: Trotz kommunaler Förderung sind wir in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen. Ich wünsche mir daher stabile finanzielle Unterstützer*innen für AMYNA e.V.! Schön wäre es, wenn 30 mittelständische Unternehmen jeweils einen Monat lang eine Spendenaktion zu Gunsten von AMYNA durchführen!

Neue Räume für AMYNA

Sibylle Härtl: In den letzten Jahren ist sehr deutlich geworden, welchen wichtigen Stellenwert Prävention von sexuellem Missbrauch hat. Kaum eine Einrichtung möchte mehr auf ein Schutzkonzept verzichten. Mit den wachsenden Anfragen und Themen, wächst auch  die Mitarbeiterinnenanzahl bei AMYNA. Prävention braucht nicht nur in den Köpfen und im Handeln ihren Raum. Auch wir Kolleginnen von AMYNA brauchen mehr Platz und den geeigneten Raum, um alle Ideen umsetzen zu können und alle Zielgruppen in barrierearmen Räumen schulen zu können. Wir sind eigentlich bei der Suche nach geeigneten Räumen schon fündig geworden und durften durch die Verwaltung und Politik sehr viel Hilfe erfahren. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Jetzt brauchen wir noch die erforderlichen Beschlüsse der Politik in den nächsten beiden Wochen und dann einen Mietvertrag, hoffentlich bis zum Jahresende, der alles in trockene Tücher bringt. Dann werden wir 2021 (nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen) zwar nicht ins Schloß Nymphenburg einziehen, aber hoffentlich in das Orleanskarrée – unser größter Wunsch.

Gemeinsam gegen Rechts!

Ein letzter gemeinsamer Wunsch von uns allen ist Folgendes: Rechte Gruppierungen und Parteien instrumentalisieren sexuelle Gewalt und Kinderschutz für ihre Zwecke und suggerieren, dass das Problem sexueller Gewalt nur in Bezug auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zutrifft und stigmatisiert diese dadurch. Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir wünschen uns daher von Ihnen allen, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die sich dieser Tendenz mutig entgegen stellt. Wir bitten Sie herzlich mit uns jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Wir stehen für eine bunte, vielfältige, gewaltfreie Gesellschaft und freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.

Inklusion

Es ist normal, verschieden zu sein!

Das muss in den Köpfen und Herzen von uns allen ankommen.

Inklusion ist daher eine wichtige Aufgabe für uns alle und für unser gemeinsames Zusammenleben.

Ziel ist es, dass die bestehenden Menschenrechte umfassend für alle Menschen umgesetzt werden. Jede und jeder Einzelne kann etwas dafür tun, dass die Teilhabe aller Menschen an allen Lebensbereichen möglich ist.

In München wurde 2013 vom Münchner Stadtrat ein erster Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention beschlossen (weitere Informationen unter www.muenchen-wird-inklusiv.de).  In diesem Aktionsplan gibt es zehn Handlungsfelder. AMYNA e.V. hat im Handlungsfeld 10 „spezielle Zielgruppen“  die Aufgabe übernommen, erwachsene Bezugspersonen von Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung für die Prävention von sexuellem Missbrauch zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

So sollen alle Kinder und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch in Institutionen und Einrichtungen geschützt werden. Außerdem sollen sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung verhindert werden.

Warum ist das Thema wichtig?

Es ist bekannt, dass Mädchen* und Jungen* mit Behinderung zwei- bis dreimal häufiger von sexuellem Missbrauch betroffen sind als Kinder ohne Behinderung.

Die Zahlen machen deutlich: Wir müssen das Problem sehen und etwas dafür tun, dass der Schutz deutlich verbessert wird. Ziel muss es sein, dass Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung möglichst umfassend vor sexuellem Missbrauch und sexuellen Grenzverletzungen geschützt werden.

Welchen Beitrag leisten wir hierfür?

  • Wir vermitteln Grundlagenwissen zu sexuellem Missbrauch und zu sexuellen Grenzverletzungen.
  • Wir sensibilisieren für die Situation von Mädchen* und Jungen* mit Behinderung.
  • Wir sprechen über das Thema und das Problem.
  • Wir stellen Fachwissen für die Fachöffentlichkeit, aber auch für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung.

Wir vermitteln im Rahmen von  Schulungsangeboten und Beratungen konkrete Ansatzpunkte für inklusionssensible Präventionsmaßnahmen.

Für die Verankerung des Querschnittsthemas Inklusion sind bei AMYNA e.V. zwei Mitarbeiterinnen verantwortlich. Sie haben einen speziellen Blick auf das Thema, stehen allen Mitarbeiterinnen als Ansprechpartnerin bei Fragen zur Inklusion und Behinderung zur Verfügung und verankern so die Perspektive von Menschen mit Behinderung nachhaltig in der Arbeit des Vereins.

Ansprechpartnerinnen

Petra Straubinger

Sexueller Missbrauch an Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung:

Petra StraubingerSozialpädagogin B.A., Tel. 089 / 890 57 45 – 131Mail senden
Elke Schmidt

Sexuelle Grenzverletzungen durch Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung:

Elke SchmidtPädagogin (M.A.), Tel. 089 / 890 57 45 – 120Mail senden

 

Literatur

BMFSFJ (2012). Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland. Berlin: BMFSFJ.

Sobsey, Dick & Doe, Tanis (1991). Patterns of sexual abuse and assault. In: Sexuality and Disability, Heft 9 (3), S. 243-259).

Angebote zum Thema Inklusion

Für Fachkräfte – Fortbildungen und Vorträge im aktuellen Bildungsprogramm

Petra Straubinger, AMYNA

Prävention all inclusive?!

Inzwischen gibt es eine überschaubare Anzahl von Bausteinen,…

Für Fachkräfte – Fortbildungen auf Anfrage

Publikationen

Buch Prävention all inclusive

Prävention all inclusive (2017)

Gedanken und Anregungen zur Gestaltung institutioneller Schutzkonzepte…

Broschüre "Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch"

Impulse für die Umsetzung inklusionssensibler Präventionsmaßnahmen…

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Geburtstagswünsche der Mitarbeiterinnen

Natürlich gehört zu einem Geburtstag auch der dazugehörige Wunsch!

Jede AMYNA-Kollegin hatte deshalb an diesem Tag die Möglichkeit, ihr Herzensthema zu präsentieren und dazu einen Wunsch an das Publikum zu richten. Wer die jeweilige Kollegin darin unterstützen möchte, konnte sich direkt an sie wenden. Gerne nehmen wir auch jetzt noch Unterstützung an! Bei den jeweiligen Wünschen finden sich auch die zuständigen Kolleginnen, die Sie gerne ansprechen bzw. -schreiben dürfen.

Schutzkonzepte

Adelheid Unterstaller: Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.

Genderbewusste Pädagogik

Fiona Langfeldt: Zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört selbstverständlich auch ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Dabei können kompetente Erwachsene sie in ihrer individuellen Vielfalt begleiten. Ich wünsche mir, dass 5 Einrichtungen ihre Mitarbeitenden zu genderbewusster Pädagogik fit machen und das Thema Teil ihrer Alltagspädagogik und ihres Konzepts wird.

Nachhaltige Sexualpädagogik

May Arias: Sexualität ist ein wichtiges Thema und ich bin der Meinung, dass wir als Fachkräfte in Einrichtungen viel mehr als Informationen, z.B. Haltungen und Werte  vermitteln können und müssen. Aber dies muss in der Einrichtung auch gelebt werden. Wir sollten Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung angemessen begleiten und Standards dazu nachhaltig in den Einrichtungen verankern. Daher wünsche ich mir, dass sexualpädagogische Arbeit bei zwei verschiedenen Trägern durch regelmäßige Auffrischungsschulungen immer wieder thematisiert wird.

Prävention digital denken

Anja Bawidamann: Mein Herzensthema ist die Prävention von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Vor allem, weil digitale Medien bzw. Foto- und Filmaufnahmen heute bei einem Großteil der Fälle von sexueller Gewalt verwendet werden. Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Bereich nicht mehr nur Aufgabe von Einzelpersonen in Teams ist, sondern alle pädagogischen Fachkräfte zu qualifizierten Ansprechpersonen für dieses Thema werden und sich in den kommenden zwei Jahren mindestens 5 Einrichtungen zu diesem Thema qualifizieren.

Kinderrechte in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren

Parvaneh Djafarzadeh: Ich sehe es als unsere Verantwortung an, auf den Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren zu achten. Diese Kinder und ihre Familien wohnen dort nicht freiwillig, sondern weil unsere Asylpolitik es so will. Aber auch sie haben das Recht auf Schutz auch vor sexueller Gewalt. Mein Wunsch ist, dass sie ihr Recht bekommen und dass ich 10 Fachkräfte und Ehrenamtliche finde, die im Flüchtlingsbereich arbeiten, und sich mit uns vernetzt für dieses Recht stark machen.

Pflegekinderhilfe

Christine Rudolf-Jilg: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Pflegekindern vor sexueller Gewalt schauen. Da wird bislang bundesweit viel zu wenig getan, obwohl wir wissen, dass sie eine Hochrisikogruppe sind. Deswegen wünsche ich mir, dass unser UBsKM Johannes Wilhelm Rörig, das Bundesfamilienministerium, das Bayerische Sozialministerium und auch das Stadtjugendamt sich 2020 aktiv werden und dafür sorgen, dass es in der Pflegekinderhilfe Schutzkonzepte gibt.

Sportvereine

Rita Seibold-Över: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Kindern in Sportvereinen schauen. Ich bin Mitglied in einem Verein und habe das Gefühl, da gibt es Strukturen, an denen mit Schutzkonzepten gearbeitet werden muss! Ich wünsche mir daher, dass München einen Weg findet, mittelfristig nur die Sportvereine zu fördern, die ein Schutzkonzept haben.

Schulen

Miriam Zwicknagel: Präventionsarbeit und die Etablierung von Schutzkonzepten muss im schulischen Bereich verankert werden. Dazu braucht es kompetente Lehrkräfte! Leider scheitert der Einstieg häufig an der Finanzierung für Fortbildungen. Deshalb wünsche ich mir, dass mindestens 10 SCHILFs bezuschusst werden und sich damit auch 10 Schulen auf den Weg zu Schutzkonzepten machen können.

Busfahrer*innen und Begleitpersonen

Petra Straubinger: In inklusiven Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sind viele Mitarbeitende im Bereich der Beförderung und der Assistenz eingesetzt. Auch hier braucht es präventive Maßnahmen. Ich erhoffe mir Unterstützung durch mindestens 5 Fachbereichsleitungen bzw. Zuständige für Beförderungsverträge für die Präventionsarbeit mit  Busfahrer*innen und eventuell begleitende Personen. Präventionsfortbildungen für diese Zielgruppe zu den Themen angemessene Nähe & Distanz sowie dem Vorgehen beim Verdachtsfall müssen als Bedingung zur Beauftragung gesetzt werden.

Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Yvonne Fellner: Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass die Politik weiterhin Projekte wie die „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ fördert, damit die realen Bedingungen der vielfältigen Geschlechter bereits im Hier und Jetzt verbessert werden. Konkret würde ich mir wünschen, dass unsere Sichere Wiesn App neu aufgesetzt werden kann, was leider viel Geld kostet. Da die meisten Oktoberfestbesucher*innen ihr Handy dabei haben, wird dadurch z.B. der Weg zu uns erleichtert.

Prävention in der Ausbildung

Maresa Griebel: In meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich leider kaum etwas über Methoden zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in Kindertageseinrichtungen erfahren. Um in der Arbeit mit Kindern eine professionelle Präventionsarbeit gewährleisten zu können, wäre es wichtig, das Thema schon in der Ausbildung zu verankern.
Mein Wunsch ist es deshalb, vor allem Lehrbeauftragte an Fachakademien für Sozialpädagogik durch Schulungen und Fortbildungen für das Thema „sexueller Missbrauch in Kindertageseinrichtungen und dessen Prävention“ zu sensibilisieren, damit sie die Thematik auch in ihrem Unterricht behandeln können. Ich wünsche mir, dass 5 Schulungen für Lehrbeauftrage an Fachakademien für Sozialpädagogik finanziert werden.

Finanzielle Unterstützung

Yvonne Oeffling: Trotz kommunaler Förderung sind wir in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen. Ich wünsche mir daher stabile finanzielle Unterstützer*innen für AMYNA e.V.! Schön wäre es, wenn 30 mittelständische Unternehmen jeweils einen Monat lang eine Spendenaktion zu Gunsten von AMYNA durchführen!

Neue Räume für AMYNA

Sibylle Härtl: In den letzten Jahren ist sehr deutlich geworden, welchen wichtigen Stellenwert Prävention von sexuellem Missbrauch hat. Kaum eine Einrichtung möchte mehr auf ein Schutzkonzept verzichten. Mit den wachsenden Anfragen und Themen, wächst auch  die Mitarbeiterinnenanzahl bei AMYNA. Prävention braucht nicht nur in den Köpfen und im Handeln ihren Raum. Auch wir Kolleginnen von AMYNA brauchen mehr Platz und den geeigneten Raum, um alle Ideen umsetzen zu können und alle Zielgruppen in barrierearmen Räumen schulen zu können. Wir sind eigentlich bei der Suche nach geeigneten Räumen schon fündig geworden und durften durch die Verwaltung und Politik sehr viel Hilfe erfahren. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Jetzt brauchen wir noch die erforderlichen Beschlüsse der Politik in den nächsten beiden Wochen und dann einen Mietvertrag, hoffentlich bis zum Jahresende, der alles in trockene Tücher bringt. Dann werden wir 2021 (nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen) zwar nicht ins Schloß Nymphenburg einziehen, aber hoffentlich in das Orleanskarrée – unser größter Wunsch.

Gemeinsam gegen Rechts!

Ein letzter gemeinsamer Wunsch von uns allen ist Folgendes: Rechte Gruppierungen und Parteien instrumentalisieren sexuelle Gewalt und Kinderschutz für ihre Zwecke und suggerieren, dass das Problem sexueller Gewalt nur in Bezug auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zutrifft und stigmatisiert diese dadurch. Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir wünschen uns daher von Ihnen allen, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die sich dieser Tendenz mutig entgegen stellt. Wir bitten Sie herzlich mit uns jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Wir stehen für eine bunte, vielfältige, gewaltfreie Gesellschaft und freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.

Inklusion

Es ist normal, verschieden zu sein!

Das muss in den Köpfen und Herzen von uns allen ankommen.

Inklusion ist daher eine wichtige Aufgabe für uns alle und für unser gemeinsames Zusammenleben.

Ziel ist es, dass die bestehenden Menschenrechte umfassend für alle Menschen umgesetzt werden. Jede und jeder Einzelne kann etwas dafür tun, dass die Teilhabe aller Menschen an allen Lebensbereichen möglich ist.

In München wurde 2013 vom Münchner Stadtrat ein erster Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention beschlossen (weitere Informationen unter www.muenchen-wird-inklusiv.de).  In diesem Aktionsplan gibt es zehn Handlungsfelder. AMYNA e.V. hat im Handlungsfeld 10 „spezielle Zielgruppen“  die Aufgabe übernommen, erwachsene Bezugspersonen von Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung für die Prävention von sexuellem Missbrauch zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

So sollen alle Kinder und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch in Institutionen und Einrichtungen geschützt werden. Außerdem sollen sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung verhindert werden.

Warum ist das Thema wichtig?

Es ist bekannt, dass Mädchen* und Jungen* mit Behinderung zwei- bis dreimal häufiger von sexuellem Missbrauch betroffen sind als Kinder ohne Behinderung.

Die Zahlen machen deutlich: Wir müssen das Problem sehen und etwas dafür tun, dass der Schutz deutlich verbessert wird. Ziel muss es sein, dass Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung möglichst umfassend vor sexuellem Missbrauch und sexuellen Grenzverletzungen geschützt werden.

Welchen Beitrag leisten wir hierfür?

  • Wir vermitteln Grundlagenwissen zu sexuellem Missbrauch und zu sexuellen Grenzverletzungen.
  • Wir sensibilisieren für die Situation von Mädchen* und Jungen* mit Behinderung.
  • Wir sprechen über das Thema und das Problem.
  • Wir stellen Fachwissen für die Fachöffentlichkeit, aber auch für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung.

Wir vermitteln im Rahmen von  Schulungsangeboten und Beratungen konkrete Ansatzpunkte für inklusionssensible Präventionsmaßnahmen.

Für die Verankerung des Querschnittsthemas Inklusion sind bei AMYNA e.V. zwei Mitarbeiterinnen verantwortlich. Sie haben einen speziellen Blick auf das Thema, stehen allen Mitarbeiterinnen als Ansprechpartnerin bei Fragen zur Inklusion und Behinderung zur Verfügung und verankern so die Perspektive von Menschen mit Behinderung nachhaltig in der Arbeit des Vereins.

Ansprechpartnerinnen

Petra Straubinger

Sexueller Missbrauch an Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung:

Petra StraubingerSozialpädagogin B.A., Tel. 089 / 890 57 45 – 131Mail senden
Elke Schmidt

Sexuelle Grenzverletzungen durch Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung:

Elke SchmidtPädagogin (M.A.), Tel. 089 / 890 57 45 – 120Mail senden

 

Literatur

BMFSFJ (2012). Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland. Berlin: BMFSFJ.

Sobsey, Dick & Doe, Tanis (1991). Patterns of sexual abuse and assault. In: Sexuality and Disability, Heft 9 (3), S. 243-259).

Angebote zum Thema Inklusion

Für Fachkräfte – Fortbildungen und Vorträge im aktuellen Bildungsprogramm

Petra Straubinger, AMYNA

Prävention all inclusive?!

Inzwischen gibt es eine überschaubare Anzahl von Bausteinen,…

Für Fachkräfte – Fortbildungen auf Anfrage

Publikationen

Buch Prävention all inclusive

Prävention all inclusive (2017)

Gedanken und Anregungen zur Gestaltung institutioneller Schutzkonzepte…

Broschüre "Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch"

Impulse für die Umsetzung inklusionssensibler Präventionsmaßnahmen…

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Preisverleihung Präventionspreis 2018 an BIB e.V.

2018 BIB e.V. Verein zur Betreuung und Integration behinderter Kinder und Jugendlicher

2018 wurde BIB e.V., Verein zur Betreuung und Integration behinderter Kinder und Jugendlicher, mit dem AMYNA-Präventionspreis ausgezeichnet. Der diesjährige Präventionspreis stand unter dem Motto „Inklusive Verfahren zur Partizipation und Beschwerde als wichtige Instrumente zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen* und Jungen* mit und ohne Behinderung“.

Wir freuen uns, dass der Preis in diesem Jahr an einen Verein verliehen wurde, der in diesem Bereich viel Kreativität, Innovation und Herzblut bewiesen hat!

Preisverleihung Präventionspreis 2018 an BIB e.V.

V.l.n.r.: Die Preisträger*innen und Anja Bawidamann (AMYNA e.V.)

Ein Foto in Druckqualität senden wir Ihnen bei Bedarf gerne zu.

Fachvortrag zur Preisverleihung am 17.05.2018 (PDF, 523 KB)

Broschüre “Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch”

2016_amyna_inklusion_titelseite_kleinImpulse für die Umsetzung inklusionssensibler Präventionsmaßnahmen in Einrichtungen

Die vorliegende Broschüre von 2016 gibt neben ersten Einblicken in das Themengebiet einen Überblick über Heterogenitätsaspekte, die bei der Gestaltung von Prävention in inklusiven, integrativen oder heilpädagogischen Einrichtungen bzw. in Einrichtungen der Behindertenhilfe mitgedacht werden können und sollten. Es werden Anregungen gegeben, welche Möglichkeiten Träger und Einrichtungen, aber auch einzelne Fachkräfte haben, um einen Beitrag zu einer selbstbestimmten und gewaltfreien Kindheit und Jugend in den betreuenden Einrichtungen zu leisten.

Sie können die Broschüre in der Printversion bestellen: Stück Euro 3,00 zzgl. Versandkosten

Sie können die Broschüre auch direkt hier herunterladen:

Broschüre “Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch” (PDF, 5,17 MB)

Broschüre “Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch” (barrierearmes PDF, auch für Blinde lesbar, 1 MB)

Weitere Broschüren/Faltblätter

Broschüre "Verletzliche Flüchtlingskinder"

Eine Broschüre für Einrichtungen und Fachkräfte, die für…

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Faltblatt "Sexueller Missbrauch durch Betreuungspersonen" Sie…

Broschüre "Inklusion bei der Prävention von sexuellem Missbrauch"

Impulse für die Umsetzung inklusionssensibler Präventionsmaßnahmen…

Elternbroschüre "Wie kann ich mein Kind schützen?"

Elternbroschüre: "Wie kann ich mein Kind schützen?" Für Eltern…

Sexuelle Gewalt verhindern – Selbstbestimmung ermöglichen 2. überarb. Aufl. (2009)

Vorbeugung und Schutz für Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Behinderungen

Buch sexuelle Gewalt verhindernIm November 2007 hat ein Fachtag zu diesem Thema stattgefunden, nun erscheint die dazugehörige Publikation.

Inhalte sind u.a.

  • Zahlen, Fakten, Mutmaßungen. Was wir über sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen mit Behinderungen wissen. (Adelheid Unterstaller)
  • Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen mit Behinderungen (Bärbel Mickler)
  • Sexualität ermöglichen – Sexualisierte Gewalt verhindern (Dorothea Küppers)
  • Die Situation von Mädchen und Jungen mit Behinderungen im Strafverfahren (Petra Haubner)
  • Wie lässt sich Sexuelle Gewalt verhindern? – Prävention auf allen Ebenen. (Adelheid Unterstallter)
  • Präventive Arbeit mit Jungen mit Behinderungen: ein Versuch etwas Licht in ein kaum beleuchtetes Feld zu bringen. (Torsten Kruse)
  • Materialien zur Präventionsarbeit mit Mädchen und Jungen mit Behinderungen. (Adelheid Unterstaller)

 

Preis: Euro 9,50 zzgl. Versandkosten

Bitte beachten Sie, dass bei Auslandsbestellungen erhöhte Porto- und Überweisungsgebühren anfallen. Bestellungen aus dem Ausland sind nur gegen Vorauskasse möglich.


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