Risikoeinschätzung bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Fortbildung für „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §§ 8a und 8b SGB VIII mit Schwerpunkt sexueller Missbrauch

 

Risikoeinschätzung bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Termin:
Dienstag, 09.07.2019 - 10.07.2019
9:30 - 17:00 Uhr
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Veranstaltungsort: AMYNA e.V. Mariahilfplatz 9, 81541 München

Hinweis: Unsere Räumlichkeiten sind bedauerlicherweise nicht rolligerecht. Wir bemühen uns, bei frühzeitiger Anmeldung, Lösungen zu finden.

Kategorie: Fortbildung

Zielgruppe: Mitarbeiter*innen aus Beratungsstellen, die als „i.e. Fachkräfte nach § 8a oder § 8b SGB VIII“ angefragt werden können sowie Mitarbeiter*innen großer Träger, die trägerintern als „i.e. Fachkräfte“ fungieren

Referent*innen: Dr. Heinz Kindler Dipl.-Psych., Sachverständiger / Agathe Eichner, Dipl.Soz.Päd., Supervisorin

Kosten: € 170,–

Anmeldeschluss: 03.06.2019

Anmeldung: Sie können sich über unser Online-Anmeldeformular anmelden.


Der § 8a Abs. 4 SGB VIII verpflichtet Einrichtungen der Jugendhilfe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, beispielsweise bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch, zum Handeln. Ziel ist die fachkundige Abschätzung des Gefährdungsrisikos. Hierbei besteht die gesetzliche Verpflichtung zum Einbezug einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“.

Zusätzlich übernehmen einige „insoweit erfahrenen Fachkräfte“ nach §8b SGB VIII auch Anfragen von Personen wie Ärzt*innen, die im Bedarfsfall Anspruch auf Beratung haben.
Der „i.e. Fachkraft“ kommt im konkreten Fall der Begleitung einer Einrichtung oder Fachkraft eine Schlüsselrolle zu. Mit ihrer Kompetenz wird vielfach der Erfolg einer Abklärung bzw. Intervention stehen oder fallen. Von ihnen wird viel verlangt, nicht zuletzt weil standardisierte Verfahren der Risikoabschätzung im Fall eines möglichen sexuellen Missbrauchs weitgehend fehlen. Welches Wissen wird benötigt, um eine Kindeswohlgefährdung zu begleiten?

Themen der Fortbildung:

  • Stand der Fachdiskussion zu Aufgaben einer „insoweit erfahrene Fachkraft“
  • Vorgehensweise bei der Verdachtsabklärung
  • Kriterien für die Entscheidung über den Einbezug von Sorgeberechtigten und betroffenen Kindern bzw. Jugendlichen
  • Gestaltung von Explorationen mit Kindern und Jugendlichen zu belastenden Erfahrungen
  • Verfahren, Möglichkeiten und Grenzen der Risikoeinschätzung bei möglichem sexuellen Missbrauch
  • Datenschutz und Informationsaustausch bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Grundkenntnisse zur Rolle und Aufgabe der i.e. Fachkraft und Grundwissen zum sexuellen Missbrauch werden bei dieser Fortbildung vorausgesetzt.


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