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Kinderschutz zehn Jahre nach der “Aufdeckungswelle”

Pressemitteilung vom 28.01.2020

Kinderschutz zehn Jahre nach der “Aufdeckungswelle”

Am 28. Januar jährt sich der Beginn der wohl größten Aufdeckungswelle innerinstitutioneller Missbrauchsfälle zum zehnten Mal. An diesem Tag im Jahr 2010 wurden nach Bekanntwerden der ersten Verdachtsfälle mehrere hundert ehemalige Schüler vom damaligen Leiter des Kollegs Klaus Mertes kontaktiert. Er wollte Informationen zu den Verdachtsfällen geben und Betroffene bitten, sich zu melden. Darauf folgten immer mehr Meldungen über Verdachtsfälle in Einrichtungen (wie bspw. in der Odenwaldschule). Kinderschutz und Prävention von sexuellem Missbrauch haben seitdem nichts an Aktualität verloren, wie die Mitarbeiterinnen von AMYNA e.V. in ihrer täglichen Arbeit feststellen.

Dieses „Jubiläum“ nimmt AMYNA sich zum Anlass, zurückzublicken und fasst dies in einem Vortrag zusammen. Am 17.3.2020 um 18 Uhr findet ein Vortrag zum Thema „Zehn Jahre nach 2010“ statt, in dem Christine Rudolf-Jilg, langjährige Mitarbeiterin von AMYNA e.V., einen Blick auf die Ereignisse im Jahr 2010 wirft und daraus wichtige Konsequenzen zieht: „Die Welt hat sich nach 2010 in Bezug auf sexuellen Missbrauch in Deutschland einschneidend verändert. Einrichtungen erstellen Schutzkonzepte, die Aufsichtsbehörden möchten Partizipations- und Beschwerdekonzepte sehen und Handlungsleitfäden für verschiedene Verdachtsfälle werden erstellt. Jetzt wollen wir uns das letzte Jahrzehnt vor Augen führen und uns fragen: Welche Auswirkungen hat die Aufdeckungswelle von damals heute noch? Welche Herausforderungen müssen wir zukünftig noch bearbeiten?“

Denn auf Basis der damaligen Entwicklungen hat sich seitdem tatsächlich viel getan: Gesetzliche Voraussetzung zum Kinderschutz wurden für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verabschiedet, in ganz Deutschland machten sich Träger auf den Weg, ihre Mitarbeitenden zu qualifizieren und einen schützenden Rahmen für ihre Einrichtungen zu schaffen („Schutzkonzepte“ genannt).

Auch die Mitarbeiterinnen von AMYNA e.V., die bereits Jahre vor den bekannt gewordenen Verdachtsfällen zu diesem Thema gearbeitet haben (z.B. in ihrem Buch „Raus aus der Nische!“ aus dem Jahr 2003), bringen beständig die neuen Erkenntnisse in ihrer (z.T. bundesweiten) Arbeit ein und prägten die Entwicklung im Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch in Deutschland mit.

Und doch ist immer noch viel zu tun. Adelheid Unterstaller, Geschäftsführung von AMYNA, sagte dazu bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen AMYNAs im November 2019: „Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.“ Alle Informationen zu AMYNA e.V., dem Vortrag „Zehn Jahre nach 2010“ und weiteren Angeboten finden sich auf www.amyna.de .

Fragen und Antworten

Diese Seite ist für Ihre Fragen zum Präventionspreis da!

Für den Präventionspreis 2021 lautet das Schwerpunktthema „Gelingende Sexualpädagogik in der Kita”. Dies ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Eine einzelne Ausschreibung kann mit ihren Informationen allen Facetten natürlich nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben wir diese Seite eingerichtet und versuchen, Ihre Fragen so gut wie möglich zu bearbeiten

Ihr Anliegen ist noch nicht dabei? Dann schicken Sie dieses bitte an ab@amyna.de . So kann Ihre Frage nach der Beantwortung in diesen Katalog aufgenommen und die für Sie nötigen Informationen gegeben werden.

“Ich habe gehört, dass der Präventionspreis 2020 nicht stattfindet. Was passiert jetzt mit der Ausschreibung?”

Wir haben die Verleihung lediglich ein Jahr verschoben. Die Verleihung zu diesem Thema wird nun am 20. Mai 2021 stattfinden.

Die verlängerte Frist zur Einsendung aller Nominierungen endet damit am 23. Oktober 2020.

Falls Sie bereits eine Einrichtung nominieren möchten bzw. die Nominierung vorbereitet haben, können Sie sich damit gerne an Anja Bawidamann per Mail unter ab@amyna.de wenden. Ihre Nominierung wird damit aufgenommen. Sie werden dann im Sommer / Herbst 2020 noch einmal kontaktiert, um eventuelle Neuerungen, die sich in dieser Zeit ergeben haben, mit aufzunehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

“Was bedeutet, dass das Schwerpunktthema strukturell verankert sein muss?”

Eine strukturelle Verankerung bedeutet die Festsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtung. Sie kann z.B. in einem sexualpädagogischen Konzept oder im Qualitätsmanagement beschrieben werden, sodass sich alle Mitarbeitenden daran halten müssen. Sinn davon ist die Förderung einer größtmöglichen Nachhaltigkeit – im Alltag und in den Strukturen fest verankerte Maßnahmen haben eine größere Wirkung als ein Projekt, das einmal jährlich oder bei Bedarf stattfindet.

„Was fällt unter eine spezialisierte Fachstelle?“

Mit einer spezialisierten Fachstelle ist hier eine Einrichtung oder Beratungsstelle gemeint, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder Sexualpädagogik spezialisiert hat. Dieses Thema bzw. diese Themen sollten Schwerpunkte der Arbeit dieser Stelle sein. Ansonsten finden Sie auf dem „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ganz einfach Fachstellen in Ihrer Nähe.

 „Wer entscheidet über die Vergabe des Präventionspreises?“

Alle eingesandten Bewerbungen werden in der Mitfrauenversammlung von AMYNA e.V. im November 2020 vorgestellt. Alle stimmberechtigten Mitfrauen wählen schließlich den/die nächste Preisträger*in per Mehrheitsentscheid.

„Wie werden die Einsendungen bewertet?“

In die Bewertung und Abstimmung der Bewerbungen fließen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zur Prävention sexualisierter Gewalt und Förderung der psychosexuellen Entwicklung von Kindern, sowie die Erfahrungswerte der pädagogischen Fachkräfte von AMYNA e.V. ein. Grundlegende Punkte wie beispielsweise eine umfassende Umsetzung von Sexualpädagogik (statt einer Beschränkung auf Körperaufklärung) oder ein Einbezug aller Ebenen und Beteiligten der Einrichtung fallen stärker ins Gewicht als die Bereitstellung von Aufklärungsbüchern oder ein jährlich einmal stattfindendes Projekt.

2016 Evangelische Schulstiftung Bayern

2016 erhält die Evangelische Schulstiftung Bayern als Träger von 156 Schulen den AMYNA-Präventionspreis. Erstmalig wurde damit ein Träger für seinen Krisenleitfaden mit dem AMYNA-Präventionspreis ausgezeichnet.

Pressemitteilung Präventionspreis 2016 (PDF)

praeventionspreis_preisueberreichung_ess

Bildtitel: Preisüberreichung an die Evangelische Schulstiftung Bayern
Foto in Druckqualität Preisverleihung (JPEG, 7 MB)

praeventionspreis_roerig

Bildtitel: Rede von Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, anlässlich der Preisverleihung
Foto in Druckqualität (JPEG, 4,6 MB)

praeventionspreis_podiumsdiskussion

Bildtitel: Podiumsdiskussion anlässlich der Preisverleihung
Foto in Druckqualität (JPEG, 5 MB)

praeventionspreis_alle_preistraeger_10_jahre

Bildtitel: Alle Preisträger*innen des AMYNA-Präventionspreises
Foto in Druckqualität (JPEG, 7 MB)

 

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Für den Präventionspreis 2021 lautet das Schwerpunktthema „Gelingende Sexualpädagogik in der Kita”. Dies ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Eine einzelne Ausschreibung kann mit ihren Informationen allen Facetten natürlich nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben wir diese Seite eingerichtet und versuchen, Ihre Fragen so gut wie möglich zu bearbeiten

Ihr Anliegen ist noch nicht dabei? Dann schicken Sie dieses bitte an ab@amyna.de . So kann Ihre Frage nach der Beantwortung in diesen Katalog aufgenommen und die für Sie nötigen Informationen gegeben werden.

“Ich habe gehört, dass der Präventionspreis 2020 nicht stattfindet. Was passiert jetzt mit der Ausschreibung?”

Wir haben die Verleihung lediglich ein Jahr verschoben. Die Verleihung zu diesem Thema wird nun am 20. Mai 2021 stattfinden.

Die verlängerte Frist zur Einsendung aller Nominierungen endet damit am 23. Oktober 2020.

Falls Sie bereits eine Einrichtung nominieren möchten bzw. die Nominierung vorbereitet haben, können Sie sich damit gerne an Anja Bawidamann per Mail unter ab@amyna.de wenden. Ihre Nominierung wird damit aufgenommen. Sie werden dann im Sommer / Herbst 2020 noch einmal kontaktiert, um eventuelle Neuerungen, die sich in dieser Zeit ergeben haben, mit aufzunehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

“Was bedeutet, dass das Schwerpunktthema strukturell verankert sein muss?”

Eine strukturelle Verankerung bedeutet die Festsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtung. Sie kann z.B. in einem sexualpädagogischen Konzept oder im Qualitätsmanagement beschrieben werden, sodass sich alle Mitarbeitenden daran halten müssen. Sinn davon ist die Förderung einer größtmöglichen Nachhaltigkeit – im Alltag und in den Strukturen fest verankerte Maßnahmen haben eine größere Wirkung als ein Projekt, das einmal jährlich oder bei Bedarf stattfindet.

„Was fällt unter eine spezialisierte Fachstelle?“

Mit einer spezialisierten Fachstelle ist hier eine Einrichtung oder Beratungsstelle gemeint, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder Sexualpädagogik spezialisiert hat. Dieses Thema bzw. diese Themen sollten Schwerpunkte der Arbeit dieser Stelle sein. Ansonsten finden Sie auf dem „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ganz einfach Fachstellen in Ihrer Nähe.

 „Wer entscheidet über die Vergabe des Präventionspreises?“

Alle eingesandten Bewerbungen werden in der Mitfrauenversammlung von AMYNA e.V. im November 2020 vorgestellt. Alle stimmberechtigten Mitfrauen wählen schließlich den/die nächste Preisträger*in per Mehrheitsentscheid.

„Wie werden die Einsendungen bewertet?“

In die Bewertung und Abstimmung der Bewerbungen fließen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zur Prävention sexualisierter Gewalt und Förderung der psychosexuellen Entwicklung von Kindern, sowie die Erfahrungswerte der pädagogischen Fachkräfte von AMYNA e.V. ein. Grundlegende Punkte wie beispielsweise eine umfassende Umsetzung von Sexualpädagogik (statt einer Beschränkung auf Körperaufklärung) oder ein Einbezug aller Ebenen und Beteiligten der Einrichtung fallen stärker ins Gewicht als die Bereitstellung von Aufklärungsbüchern oder ein jährlich einmal stattfindendes Projekt.