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AMYNA VERANSTALTUNGEN 2020

Aufgrund der derzeitigen Situation sind alle Veranstaltungen bis 19.04.2020 abgesagt. Wir halten Sie über unseren nächsten Newsletter am 16.04.2020 auf dem Laufenden.
Wir werden neue Informationen natürlich auch auf unserer Website aktualisieren, damit Sie immer informiert sind.

Auch für die Zeit nach Corona ist AMYNA e.V. für Sie da! Wenn Sie sich über unsere Angebote informieren möchten, können Sie das gerne hier tun.

Prävention digital gedacht

Prävention von sexuellem Missbrauch – digital gedacht?

Als ein „Spezialbereich“ in der Prävention von sexuellem Missbrauch wird häufig der Umgang mit digitalen Medien gesehen. Zeitgemäße Prävention von sexuellem Missbrauch jedoch kann nicht ohne die Berücksichtigung der digitalen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden. „Digitales“ Leben und „analoges“ Leben lässt sich für sie nicht mehr trennen. Beide Seiten sind ein gleichwertiger Teil ihrer Lebenswelt.

Auch im aktuellen Monitoring zum Stand der Prävention von sexuellem Missbrauch (UBSKM 2019:2) wurde z.B. für den Arbeitsbereich Schule benannt, dass sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien im schulischen Alltag sehr präsent ist, wobei es wenig vorhandene Konzepte zu diesem Thema gibt.  Es ist notwendig, neben den Risiken insbesondere die Chancen der digitalen Medien zu erkennen, um diesen Teil der Lebenswelt der jungen Generation in seiner Bedeutung wertschätzen zu können.

Dazu bedarf es in erster Linie einer Offenheit von Fachkräften gegenüber den Nutzer*innen und einer grundsätzlichen digitalen Medienkompetenz.

Um wirklich passende Schutzkonzepte zur Prävention von sexuellem Missbrauch zu erstellen, die sich an der Lebenswelt von Mädchen* und Jungen* ausrichten, ist es wichtig, das bisherige Wissen über Funktionsweisen digitaler Medien und Medienpädagogik mit Schutzkonzepten zu verknüpfen. So wird doch aus Fallanalysen deutlich, dass mittlerweile in einem Großteil der bekannt gewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch digitale Medien eingesetzt wurden.

Allerdings wird dieses Wissen bisher noch selten in der Erstellung von Schutzkonzepten berücksichtigt. Dem möchten wir entgegenwirken!

Was hat sich durch die Entwicklung der letzten Jahre, durch die fortschreitende Digitalisierung, im Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch verändert? Wer muss mitgedacht werden und was heißt das konkret für die Praxis in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen? Welche Bausteine von Schutzkonzepten müssen neu gedacht oder erweitert werden?

Mit unseren Angeboten möchten wir genau diese Fragen beantworten.

Unsere Angebote

Wir bieten regelmäßig Fortbildungen in unserem Bildungsprogramm zu diesem Thema, so beispielsweise im Programmjahr 2019/2020 die Fortbildung „Prävention digital ged@cht“ im April 2020 (nachzulesen unter https://amyna.de/wp/angebot/programm-fachkraefte/praevention-digital-gedacht/).

Darüber hinaus kommen wir gerne in Ihre Einrichtung! Wir bieten folgende Inhouse-Fortbildungen an:

 

Vorankündigung:

Nicht nur die beliebte Veranstaltung des AMYNA-Bildungsprogramms greift die Prävention sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien auf:

Auch ein aktuell für 2021 geplantes Buch behandelt diese Thematik.

Zusammen mit externen Autor*innen soll dieses Buch praxisnah und einfach die Grundlagen der Prävention im Hinblick auf den digitalen Raum darstellen.

Der erste Teil des Buchs wird aus kurzen und prägnanten Grundlagenartikeln bestehen, zu den Themen Formen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien, (Cyber-)Grooming, Missbrauchsdarstellungen, Sexting, sexuelle Grenzüberschreitungen durch Peers, Pornographienutzung durch Jugendliche, Medienpädagogik und Mediennutzung von (älteren) Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Der zweite Teil des Buchs leistet dann die Übersetzungsleistung dieses Wissens auf die weitläufig anerkannten Bemühungen, Schutzkonzepte in pädagogischen Einrichtungen zu verankern. Welche institutionellen und gesellschaftlichen Themen müssen „mit im Boot sein“? Welche Bausteine des Schutzkonzeptes betrifft das und wie?

Einige Bausteine werden dabei näher betrachtet, insbesondere die professionelle Gestaltung von Nähe und Distanz, Partizipations- und Beschwerdekonzepte sowie Sexualpädagogik werden unter der „digitalen Lupe“ betrachtet. Alle Kapitel beinhalten Ideen aus und für die Praxis sowie Fragen zur Selbstreflexion, um Wissen und Haltungen mit Kolleg*innen teilen zu können.

Weitere Informationen können Sie einholen bei Anja Bawidamann, Mail: ab@amyna.de

 

Corona-Virus Maßnahmen AMYNA

UPDATE 17.03.2020: Im Zusammenhang mit dem so genannten Corona-Virus macht AMYNA auf verschiedene Präventionsmaßnahmen, die unseren Arbeitsbetrieb betreffen, aufmerksam:

  1. Aufgrund der Beschlusslage der Bayerischen Staatsregierung werden folgende Maßnahmen bei AMYNA umgesetzt:
    1. Es finden keine Veranstaltungen bis einschließlich 19. April statt. Dies betrifft alle Vorträge und Fortbildungen. Unsere Infothek bleibt in dieser Zeit geschlossen.
    2. Unser Büro und damit auch die Telefonzeiten bleiben, soweit möglich, besetzt. Sie erreichen das Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch zu folgenden Zeiten:  Dienstag 10 – 12 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr, sowie Donnerstag von 10:00 – 12:00 Uhr. Die Kolleginnen von GrenzwertICH sind mittwochs von 09:00 – 11:00 Uhr für Sie erreichbar.
  2. Innerhalb unseres Betriebs haben wir verschiedene Präventionsmaßnahmen beschlossen und umgesetzt. Diese sind:
    1. Homeoffice soweit möglich: Alle AMYNA Mitarbeiterinnen sind angehalten, soweit möglich, im Homeoffice zu arbeiten. Am besten erreichen Sie die Kolleginnen zum momentanen Zeitpunkt über die personalisierten E-Mail Adressen. Die telefonische Erreichbarkeit ist nur eingeschränkt gewährleistet.
    2. Kontakt mit Menschen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben: Über die aktuelle offizielle Empfehlung hinaus, bleiben alle Mitarbeiterinnen, die wissentlich Kontakt zu Personen hatten, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben – unabhängig von Symptomen –, zu Hause, um unnötige Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.
  3. Aus unserer Sicht geht es zum aktuellen Zeitpunkt darum, wie in der Prävention ja immer, die Wahrscheinlichkeiten einer Ansteckung zu senken. Deshalb werden wir mit Ruhe, aber auch mit entsprechender Fürsorge und Verantwortung, die weiteren Entwicklungen beobachten und ggf. weitere Maßnahmen einleiten und darüber informieren. Wenn diese Einfluss auf unsere Tätigkeiten und Angebote haben, werden wir schnellstmöglich darüber in Kenntnis setzten.

 

Im Zusammenhang mit dem so genannten Corona-Virus macht AMYNA auf verschiedene Präventionsmaßnahmen, die unseren Arbeitsbetrieb betreffen aufmerksam:

  1. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es von Seiten von AMYNA keine Absage von Veranstaltungen. Wir orientieren uns bei diesen Entscheidungen tagesaktuell an den Empfehlungen der offiziellen Stellen (Gesundheitsämter und übergeordnete Stellen). Über kurzfristige Absagen werden wir sowohl unsere Teilnehmer*innen als auch unsere Kund*innen schnellstmöglich informieren.
  2. Innerhalb unseres Betriebs haben wir verschiedene Präventionsmaßnahmen beschlossen und umgesetzt. Diese sind:
    a.Hygienemaßnahmen in unseren Räumen -Wir haben zum Schutz unserer Teilnehmer*innen, Referent*innen und Mitarbeiterinnen die Hygienemaßnahmen in unseren Räumen verstärkt. Dies bedeutet ganz konkret die häufigere Desinfektion von Flächen insbesondere von Türklinken etc. sowie die Bereitstellung von Handdesinfektionsmittel für die Teilnehmer*innen von Vorträgen.
    b. Beschränkung der Teilnehmer*innen-Zahlen – Für die anstehenden Vorträge in unseren Räumen haben wir die maximale Teilnehmer*innen Zahl von 50 Personen auf 30 reduziert.
    c. Homeoffice soweit möglich -Alle AMYNA Mitarbeiterinnen sind angehalten, soweit möglich im Homeoffice zu arbeiten. Am besten erreichen Sie die Kolleginnen zum momentanen
    Zeitpunkt über die personalisierten E-Mail Adressen. Die telefonische Erreichbarkeit ist nur eingeschränkt gewährleistet.
    d. Kontakt mit Menschen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben -Über die aktuelle offizielle Empfehlung hinaus bleiben alle Mitarbeiterinnen, die wissentlich Kontakt zu Personen
    hatten, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben – unabhängig von Symptomen –zu Hause, um unnötige Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.
  3. Aus unserer Sicht geht es zum aktuellen Zeitpunkt darum, wie in der Prävention ja immer, die Wahrscheinlichkeiten einer Ansteckung zu senken. Deshalb werden wir mit Ruhe, aber auch mit entsprechender Fürsorge und Verantwortung, die weiteren Entwicklungen beobachten und ggf. weitere Maßnahmen einleiten und informieren. Wenn diese Einfluss auf unsere Tätigkeiten und Angebote haben werden wir schnellstmöglich darüber in Kenntnis setzten.

Geburtstagswünsche der Mitarbeiterinnen

Natürlich gehört zu einem Geburtstag auch der dazugehörige Wunsch!

Jede AMYNA-Kollegin hatte deshalb an diesem Tag die Möglichkeit, ihr Herzensthema zu präsentieren und dazu einen Wunsch an das Publikum zu richten. Wer die jeweilige Kollegin darin unterstützen möchte, konnte sich direkt an sie wenden. Gerne nehmen wir auch jetzt noch Unterstützung an! Bei den jeweiligen Wünschen finden sich auch die zuständigen Kolleginnen, die Sie gerne ansprechen bzw. -schreiben dürfen.

Schutzkonzepte

Adelheid Unterstaller: Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.

Genderbewusste Pädagogik

Fiona Langfeldt: Zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört selbstverständlich auch ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Dabei können kompetente Erwachsene sie in ihrer individuellen Vielfalt begleiten. Ich wünsche mir, dass 5 Einrichtungen ihre Mitarbeitenden zu genderbewusster Pädagogik fit machen und das Thema Teil ihrer Alltagspädagogik und ihres Konzepts wird.

Nachhaltige Sexualpädagogik

May Arias: Sexualität ist ein wichtiges Thema und ich bin der Meinung, dass wir als Fachkräfte in Einrichtungen viel mehr als Informationen, z.B. Haltungen und Werte  vermitteln können und müssen. Aber dies muss in der Einrichtung auch gelebt werden. Wir sollten Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung angemessen begleiten und Standards dazu nachhaltig in den Einrichtungen verankern. Daher wünsche ich mir, dass sexualpädagogische Arbeit bei zwei verschiedenen Trägern durch regelmäßige Auffrischungsschulungen immer wieder thematisiert wird.

Prävention digital denken

Anja Bawidamann: Mein Herzensthema ist die Prävention von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Vor allem, weil digitale Medien bzw. Foto- und Filmaufnahmen heute bei einem Großteil der Fälle von sexueller Gewalt verwendet werden. Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Bereich nicht mehr nur Aufgabe von Einzelpersonen in Teams ist, sondern alle pädagogischen Fachkräfte zu qualifizierten Ansprechpersonen für dieses Thema werden und sich in den kommenden zwei Jahren mindestens 5 Einrichtungen zu diesem Thema qualifizieren.

Kinderrechte in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren

Parvaneh Djafarzadeh: Ich sehe es als unsere Verantwortung an, auf den Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren zu achten. Diese Kinder und ihre Familien wohnen dort nicht freiwillig, sondern weil unsere Asylpolitik es so will. Aber auch sie haben das Recht auf Schutz auch vor sexueller Gewalt. Mein Wunsch ist, dass sie ihr Recht bekommen und dass ich 10 Fachkräfte und Ehrenamtliche finde, die im Flüchtlingsbereich arbeiten, und sich mit uns vernetzt für dieses Recht stark machen.

Pflegekinderhilfe

Christine Rudolf-Jilg: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Pflegekindern vor sexueller Gewalt schauen. Da wird bislang bundesweit viel zu wenig getan, obwohl wir wissen, dass sie eine Hochrisikogruppe sind. Deswegen wünsche ich mir, dass unser UBsKM Johannes Wilhelm Rörig, das Bundesfamilienministerium, das Bayerische Sozialministerium und auch das Stadtjugendamt sich 2020 aktiv werden und dafür sorgen, dass es in der Pflegekinderhilfe Schutzkonzepte gibt.

Sportvereine

Rita Seibold-Över: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Kindern in Sportvereinen schauen. Ich bin Mitglied in einem Verein und habe das Gefühl, da gibt es Strukturen, an denen mit Schutzkonzepten gearbeitet werden muss! Ich wünsche mir daher, dass München einen Weg findet, mittelfristig nur die Sportvereine zu fördern, die ein Schutzkonzept haben.

Schulen

Miriam Zwicknagel: Präventionsarbeit und die Etablierung von Schutzkonzepten muss im schulischen Bereich verankert werden. Dazu braucht es kompetente Lehrkräfte! Leider scheitert der Einstieg häufig an der Finanzierung für Fortbildungen. Deshalb wünsche ich mir, dass mindestens 10 SCHILFs bezuschusst werden und sich damit auch 10 Schulen auf den Weg zu Schutzkonzepten machen können.

Busfahrer*innen und Begleitpersonen

Petra Straubinger: In inklusiven Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sind viele Mitarbeitende im Bereich der Beförderung und der Assistenz eingesetzt. Auch hier braucht es präventive Maßnahmen. Ich erhoffe mir Unterstützung durch mindestens 5 Fachbereichsleitungen bzw. Zuständige für Beförderungsverträge für die Präventionsarbeit mit  Busfahrer*innen und eventuell begleitende Personen. Präventionsfortbildungen für diese Zielgruppe zu den Themen angemessene Nähe & Distanz sowie dem Vorgehen beim Verdachtsfall müssen als Bedingung zur Beauftragung gesetzt werden.

Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Yvonne Fellner: Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass die Politik weiterhin Projekte wie die „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ fördert, damit die realen Bedingungen der vielfältigen Geschlechter bereits im Hier und Jetzt verbessert werden. Konkret würde ich mir wünschen, dass unsere Sichere Wiesn App neu aufgesetzt werden kann, was leider viel Geld kostet. Da die meisten Oktoberfestbesucher*innen ihr Handy dabei haben, wird dadurch z.B. der Weg zu uns erleichtert.

Prävention in der Ausbildung

Maresa Griebel: In meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich leider kaum etwas über Methoden zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in Kindertageseinrichtungen erfahren. Um in der Arbeit mit Kindern eine professionelle Präventionsarbeit gewährleisten zu können, wäre es wichtig, das Thema schon in der Ausbildung zu verankern.
Mein Wunsch ist es deshalb, vor allem Lehrbeauftragte an Fachakademien für Sozialpädagogik durch Schulungen und Fortbildungen für das Thema „sexueller Missbrauch in Kindertageseinrichtungen und dessen Prävention“ zu sensibilisieren, damit sie die Thematik auch in ihrem Unterricht behandeln können. Ich wünsche mir, dass 5 Schulungen für Lehrbeauftrage an Fachakademien für Sozialpädagogik finanziert werden.

Finanzielle Unterstützung

Yvonne Oeffling: Trotz kommunaler Förderung sind wir in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen. Ich wünsche mir daher stabile finanzielle Unterstützer*innen für AMYNA e.V.! Schön wäre es, wenn 30 mittelständische Unternehmen jeweils einen Monat lang eine Spendenaktion zu Gunsten von AMYNA durchführen!

Neue Räume für AMYNA

Sibylle Härtl: In den letzten Jahren ist sehr deutlich geworden, welchen wichtigen Stellenwert Prävention von sexuellem Missbrauch hat. Kaum eine Einrichtung möchte mehr auf ein Schutzkonzept verzichten. Mit den wachsenden Anfragen und Themen, wächst auch  die Mitarbeiterinnenanzahl bei AMYNA. Prävention braucht nicht nur in den Köpfen und im Handeln ihren Raum. Auch wir Kolleginnen von AMYNA brauchen mehr Platz und den geeigneten Raum, um alle Ideen umsetzen zu können und alle Zielgruppen in barrierearmen Räumen schulen zu können. Wir sind eigentlich bei der Suche nach geeigneten Räumen schon fündig geworden und durften durch die Verwaltung und Politik sehr viel Hilfe erfahren. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Jetzt brauchen wir noch die erforderlichen Beschlüsse der Politik in den nächsten beiden Wochen und dann einen Mietvertrag, hoffentlich bis zum Jahresende, der alles in trockene Tücher bringt. Dann werden wir 2021 (nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen) zwar nicht ins Schloß Nymphenburg einziehen, aber hoffentlich in das Orleanskarrée – unser größter Wunsch.

Gemeinsam gegen Rechts!

Ein letzter gemeinsamer Wunsch von uns allen ist Folgendes: Rechte Gruppierungen und Parteien instrumentalisieren sexuelle Gewalt und Kinderschutz für ihre Zwecke und suggerieren, dass das Problem sexueller Gewalt nur in Bezug auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zutrifft und stigmatisiert diese dadurch. Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir wünschen uns daher von Ihnen allen, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die sich dieser Tendenz mutig entgegen stellt. Wir bitten Sie herzlich mit uns jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Wir stehen für eine bunte, vielfältige, gewaltfreie Gesellschaft und freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.

Wilhelm Loehe Schule - Präventionspreis 2019

2019 Wilhelm-Löhe-Schule

Am 16.05.2019 wurde die Wilhelm-Löhe-Schule mit dem AMYNA-Präventionspreis 2019 ausgezeichnet. Sie hat umfassende Maßnahmen zur Prävention sexueller Gewalt im Sinne eines Schutzkonzeptes entwickelt und zeigt damit ein hohes Verantwortungsgefühl. Die Wilhelm-Löhe-Schule ist eine evangelische, kooperative Gesamtschule in Nürnberg, die sowohl eine Grund-, Mittel- und Realschule, als auch ein Gymnasium und eine Fachoberschule anbietet.

Christine Rudolf-Jilg dazu in ihrer Laudatio: „Insgesamt gesehen hat die WLS damit beeindruckend viele Bausteine für ein schulisches Schutzkonzept entwickelt und implementiert. (…) Die Wilhelm-Löhe-Schule hat sich erfreulich gut aufgestellt und ist für das, was die Zukunft bringen wird, gut gerüstet.“

Wilhelm Loehe Schule - Präventionspreis 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.l.n.r.: Christine Rudolf-Jilg (AMYNA e.V.) und die Preisträger*innen

Ein Foto in Druckqualität senden wir Ihnen bei Bedarf gerne zu.

Pressemitteilung zur Preisverleihung am 16.05.2019 (PDF, 166 KB)

 

Ein Sonderpreis ging an die Förderschule Dahlener Straße aus Mönchengladbach, deren Laudatio  Nina Tellmann von der Fachstelle Zornröschen (ebenfalls Mönchengladbach) hielt. Die Förderschule aus NRW trat außer Konkurrenz an, da der Preis eigentlich auf bayerische Einrichtungen beschränkt ist.

Präventionspreis Dahlener Straße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutzkonzepte entwickeln

AMYNA-Präventionspreis - Preisträgerinnen 2017

2017 Inobhutnahmestelle Rosamunde

2017 wurde die Inobhutnahmestelle „Rosamunde“ für Flüchtlingsmädchen des Internationalen Bundes (IB) dafür ausgezeichnet, dass die Mitarbeiterinnen innerhalb kurzer Zeit – in weniger als 2 Jahren – sowohl ein Schutzkonzept als auch ein kultursensibles sexualpädagogisches Konzept eingeführt haben. Als junge Einrichtung der Flüchtlingshilfe so engagiert Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Mädchen* ein- und durchzuführen ist etwas Besonderes und besonders hervorzuheben.

AMYNA-Präventionspreis - Preisträgerinnen 2017

Vorne v.l.n.r.: Angela Hildebrand, Verena Wolf, Michaela Bröring (Rosamunde, Internationaler Bund), hinten v.l.n.r.: Rebecca Fertl (Ombudsfrau der “Rosamunde”), Anja Bawidamann (AMYNA e.V.)

Foto in Druckqualität (JPEG, 4,8 MB)

Fachvortrag zur Preisverleihung am 18.05.2017 (PDF, 271 KB)