Beiträge

Geburtstagswünsche der Mitarbeiterinnen

Natürlich gehört zu einem Geburtstag auch der dazugehörige Wunsch!

Jede AMYNA-Kollegin hatte deshalb an diesem Tag die Möglichkeit, ihr Herzensthema zu präsentieren und dazu einen Wunsch an das Publikum zu richten. Wer die jeweilige Kollegin darin unterstützen möchte, konnte sich direkt an sie wenden. Gerne nehmen wir auch jetzt noch Unterstützung an! Bei den jeweiligen Wünschen finden sich auch die zuständigen Kolleginnen, die Sie gerne ansprechen bzw. -schreiben dürfen.

Schutzkonzepte

Adelheid Unterstaller: Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.

Genderbewusste Pädagogik

Fiona Langfeldt: Zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört selbstverständlich auch ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Dabei können kompetente Erwachsene sie in ihrer individuellen Vielfalt begleiten. Ich wünsche mir, dass 5 Einrichtungen ihre Mitarbeitenden zu genderbewusster Pädagogik fit machen und das Thema Teil ihrer Alltagspädagogik und ihres Konzepts wird.

Nachhaltige Sexualpädagogik

May Arias: Sexualität ist ein wichtiges Thema und ich bin der Meinung, dass wir als Fachkräfte in Einrichtungen viel mehr als Informationen, z.B. Haltungen und Werte  vermitteln können und müssen. Aber dies muss in der Einrichtung auch gelebt werden. Wir sollten Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung angemessen begleiten und Standards dazu nachhaltig in den Einrichtungen verankern. Daher wünsche ich mir, dass sexualpädagogische Arbeit bei zwei verschiedenen Trägern durch regelmäßige Auffrischungsschulungen immer wieder thematisiert wird.

Prävention digital denken

Anja Bawidamann: Mein Herzensthema ist die Prävention von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Vor allem, weil digitale Medien bzw. Foto- und Filmaufnahmen heute bei einem Großteil der Fälle von sexueller Gewalt verwendet werden. Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Bereich nicht mehr nur Aufgabe von Einzelpersonen in Teams ist, sondern alle pädagogischen Fachkräfte zu qualifizierten Ansprechpersonen für dieses Thema werden und sich in den kommenden zwei Jahren mindestens 5 Einrichtungen zu diesem Thema qualifizieren.

Kinderrechte in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren

Parvaneh Djafarzadeh: Ich sehe es als unsere Verantwortung an, auf den Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren zu achten. Diese Kinder und ihre Familien wohnen dort nicht freiwillig, sondern weil unsere Asylpolitik es so will. Aber auch sie haben das Recht auf Schutz auch vor sexueller Gewalt. Mein Wunsch ist, dass sie ihr Recht bekommen und dass ich 10 Fachkräfte und Ehrenamtliche finde, die im Flüchtlingsbereich arbeiten, und sich mit uns vernetzt für dieses Recht stark machen.

Pflegekinderhilfe

Christine Rudolf-Jilg: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Pflegekindern vor sexueller Gewalt schauen. Da wird bislang bundesweit viel zu wenig getan, obwohl wir wissen, dass sie eine Hochrisikogruppe sind. Deswegen wünsche ich mir, dass unser UBsKM Johannes Wilhelm Rörig, das Bundesfamilienministerium, das Bayerische Sozialministerium und auch das Stadtjugendamt sich 2020 aktiv werden und dafür sorgen, dass es in der Pflegekinderhilfe Schutzkonzepte gibt.

Sportvereine

Rita Seibold-Över: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Kindern in Sportvereinen schauen. Ich bin Mitglied in einem Verein und habe das Gefühl, da gibt es Strukturen, an denen mit Schutzkonzepten gearbeitet werden muss! Ich wünsche mir daher, dass München einen Weg findet, mittelfristig nur die Sportvereine zu fördern, die ein Schutzkonzept haben.

Schulen

Miriam Zwicknagel: Präventionsarbeit und die Etablierung von Schutzkonzepten muss im schulischen Bereich verankert werden. Dazu braucht es kompetente Lehrkräfte! Leider scheitert der Einstieg häufig an der Finanzierung für Fortbildungen. Deshalb wünsche ich mir, dass mindestens 10 SCHILFs bezuschusst werden und sich damit auch 10 Schulen auf den Weg zu Schutzkonzepten machen können.

Busfahrer*innen und Begleitpersonen

Petra Straubinger: In inklusiven Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sind viele Mitarbeitende im Bereich der Beförderung und der Assistenz eingesetzt. Auch hier braucht es präventive Maßnahmen. Ich erhoffe mir Unterstützung durch mindestens 5 Fachbereichsleitungen bzw. Zuständige für Beförderungsverträge für die Präventionsarbeit mit  Busfahrer*innen und eventuell begleitende Personen. Präventionsfortbildungen für diese Zielgruppe zu den Themen angemessene Nähe & Distanz sowie dem Vorgehen beim Verdachtsfall müssen als Bedingung zur Beauftragung gesetzt werden.

Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Yvonne Fellner: Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass die Politik weiterhin Projekte wie die „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ fördert, damit die realen Bedingungen der vielfältigen Geschlechter bereits im Hier und Jetzt verbessert werden. Konkret würde ich mir wünschen, dass unsere Sichere Wiesn App neu aufgesetzt werden kann, was leider viel Geld kostet. Da die meisten Oktoberfestbesucher*innen ihr Handy dabei haben, wird dadurch z.B. der Weg zu uns erleichtert.

Prävention in der Ausbildung

Maresa Griebel: In meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich leider kaum etwas über Methoden zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in Kindertageseinrichtungen erfahren. Um in der Arbeit mit Kindern eine professionelle Präventionsarbeit gewährleisten zu können, wäre es wichtig, das Thema schon in der Ausbildung zu verankern.
Mein Wunsch ist es deshalb, vor allem Lehrbeauftragte an Fachakademien für Sozialpädagogik durch Schulungen und Fortbildungen für das Thema „sexueller Missbrauch in Kindertageseinrichtungen und dessen Prävention“ zu sensibilisieren, damit sie die Thematik auch in ihrem Unterricht behandeln können. Ich wünsche mir, dass 5 Schulungen für Lehrbeauftrage an Fachakademien für Sozialpädagogik finanziert werden.

Finanzielle Unterstützung

Yvonne Oeffling: Trotz kommunaler Förderung sind wir in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen. Ich wünsche mir daher stabile finanzielle Unterstützer*innen für AMYNA e.V.! Schön wäre es, wenn 30 mittelständische Unternehmen jeweils einen Monat lang eine Spendenaktion zu Gunsten von AMYNA durchführen!

Neue Räume für AMYNA

Sibylle Härtl: In den letzten Jahren ist sehr deutlich geworden, welchen wichtigen Stellenwert Prävention von sexuellem Missbrauch hat. Kaum eine Einrichtung möchte mehr auf ein Schutzkonzept verzichten. Mit den wachsenden Anfragen und Themen, wächst auch  die Mitarbeiterinnenanzahl bei AMYNA. Prävention braucht nicht nur in den Köpfen und im Handeln ihren Raum. Auch wir Kolleginnen von AMYNA brauchen mehr Platz und den geeigneten Raum, um alle Ideen umsetzen zu können und alle Zielgruppen in barrierearmen Räumen schulen zu können. Wir sind eigentlich bei der Suche nach geeigneten Räumen schon fündig geworden und durften durch die Verwaltung und Politik sehr viel Hilfe erfahren. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Jetzt brauchen wir noch die erforderlichen Beschlüsse der Politik in den nächsten beiden Wochen und dann einen Mietvertrag, hoffentlich bis zum Jahresende, der alles in trockene Tücher bringt. Dann werden wir 2021 (nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen) zwar nicht ins Schloß Nymphenburg einziehen, aber hoffentlich in das Orleanskarrée – unser größter Wunsch.

Gemeinsam gegen Rechts!

Ein letzter gemeinsamer Wunsch von uns allen ist Folgendes: Rechte Gruppierungen und Parteien instrumentalisieren sexuelle Gewalt und Kinderschutz für ihre Zwecke und suggerieren, dass das Problem sexueller Gewalt nur in Bezug auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zutrifft und stigmatisiert diese dadurch. Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir wünschen uns daher von Ihnen allen, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die sich dieser Tendenz mutig entgegen stellt. Wir bitten Sie herzlich mit uns jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Wir stehen für eine bunte, vielfältige, gewaltfreie Gesellschaft und freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.

Fragen und Antworten

Diese Seite ist für Ihre Fragen zum Präventionspreis da!

Für den Präventionspreis 2021 lautet das Schwerpunktthema „Gelingende Sexualpädagogik in der Kita”. Dies ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Eine einzelne Ausschreibung kann mit ihren Informationen allen Facetten natürlich nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben wir diese Seite eingerichtet und versuchen, Ihre Fragen so gut wie möglich zu bearbeiten

Ihr Anliegen ist noch nicht dabei? Dann schicken Sie dieses bitte an ab@amyna.de . So kann Ihre Frage nach der Beantwortung in diesen Katalog aufgenommen und die für Sie nötigen Informationen gegeben werden.

“Ich habe gehört, dass der Präventionspreis 2020 nicht stattfindet. Was passiert jetzt mit der Ausschreibung?”

Wir haben die Verleihung lediglich ein Jahr verschoben. Die Verleihung zu diesem Thema wird nun am 20. Mai 2021 stattfinden.

Die verlängerte Frist zur Einsendung aller Nominierungen endet damit am 23. Oktober 2020.

Falls Sie bereits eine Einrichtung nominieren möchten bzw. die Nominierung vorbereitet haben, können Sie sich damit gerne an Anja Bawidamann per Mail unter ab@amyna.de wenden. Ihre Nominierung wird damit aufgenommen. Sie werden dann im Sommer / Herbst 2020 noch einmal kontaktiert, um eventuelle Neuerungen, die sich in dieser Zeit ergeben haben, mit aufzunehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

“Was bedeutet, dass das Schwerpunktthema strukturell verankert sein muss?”

Eine strukturelle Verankerung bedeutet die Festsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtung. Sie kann z.B. in einem sexualpädagogischen Konzept oder im Qualitätsmanagement beschrieben werden, sodass sich alle Mitarbeitenden daran halten müssen. Sinn davon ist die Förderung einer größtmöglichen Nachhaltigkeit – im Alltag und in den Strukturen fest verankerte Maßnahmen haben eine größere Wirkung als ein Projekt, das einmal jährlich oder bei Bedarf stattfindet.

„Was fällt unter eine spezialisierte Fachstelle?“

Mit einer spezialisierten Fachstelle ist hier eine Einrichtung oder Beratungsstelle gemeint, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder Sexualpädagogik spezialisiert hat. Dieses Thema bzw. diese Themen sollten Schwerpunkte der Arbeit dieser Stelle sein. Ansonsten finden Sie auf dem „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ganz einfach Fachstellen in Ihrer Nähe.

 „Wer entscheidet über die Vergabe des Präventionspreises?“

Alle eingesandten Bewerbungen werden in der Mitfrauenversammlung von AMYNA e.V. im November 2020 vorgestellt. Alle stimmberechtigten Mitfrauen wählen schließlich den/die nächste Preisträger*in per Mehrheitsentscheid.

„Wie werden die Einsendungen bewertet?“

In die Bewertung und Abstimmung der Bewerbungen fließen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zur Prävention sexualisierter Gewalt und Förderung der psychosexuellen Entwicklung von Kindern, sowie die Erfahrungswerte der pädagogischen Fachkräfte von AMYNA e.V. ein. Grundlegende Punkte wie beispielsweise eine umfassende Umsetzung von Sexualpädagogik (statt einer Beschränkung auf Körperaufklärung) oder ein Einbezug aller Ebenen und Beteiligten der Einrichtung fallen stärker ins Gewicht als die Bereitstellung von Aufklärungsbüchern oder ein jährlich einmal stattfindendes Projekt.

Beratung durch GrenzwertIch – sexuelle Gewalt durch Kinder und Jugendliche verhindern

Unser Beratungsangebot zum Themenfeld „Sexuelle Gewalt durch Kinder und Jugendliche“ umfasst:

  • Fragen der Vorbeugung von sexuellen Übergriffen durch Kinder oder Jugendliche
  • Fragen zum Umgang mit sexuellen Übergriffen sowie
  • Fragen der Einschätzung sexueller Äußerungen und Handlungen von Kindern und Jugendlichen

Hier können Sie sich auch direkt an unsere Mitarbeiterinnen Elke Schmidt und Fiona Langfeldt wenden.

Tel.       089/890 57 45-120

Mi.        09.00-11.00 Uhr

Gerne können Sie Ihr Anliegen auch per E-Mail an grenzwertich@amyna.de oder gleich über das Kontaktformular an uns senden.

GrenzwertICH-Beratungsflyer zum Download (PDF, 2 MB)

GrenzwertICH-Flyer zum Download (PDF, 2 MB)

SchoolCheck!

SchoolCheck – außerhalb München Die Risiko- und Potenzialanalyse…

Kompetente Weitervermittlung

Die Arbeitsbereiche von AMYNA e.V. liegen im Rahmen der Präventionsarbeit…

Beratung von Träger*innen zur Entwicklung und Einführung eines Schutzkonzeptes

In München Träger*innen, die ihre Institution umfassend vor…

Präventionsberatung zu § 8a SGB VIII für Kindertagesstätten

Alle Einrichtungen, die die Verpflichtung haben, das Kindeswohl…

Beratung für Einzelpersonen zur Prävention von sexuellem Missbrauch

Wir beraten Mütter, Väter und weitere Bezugspersonen von Kindern…

Geburtstagswünsche der Mitarbeiterinnen

Natürlich gehört zu einem Geburtstag auch der dazugehörige Wunsch!

Jede AMYNA-Kollegin hatte deshalb an diesem Tag die Möglichkeit, ihr Herzensthema zu präsentieren und dazu einen Wunsch an das Publikum zu richten. Wer die jeweilige Kollegin darin unterstützen möchte, konnte sich direkt an sie wenden. Gerne nehmen wir auch jetzt noch Unterstützung an! Bei den jeweiligen Wünschen finden sich auch die zuständigen Kolleginnen, die Sie gerne ansprechen bzw. -schreiben dürfen.

Schutzkonzepte

Adelheid Unterstaller: Jede Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche sich aufhalten, soll ein Schutzkonzept haben. Kinder brauchen Orte, an denen sie frei und sicher vor sexueller Gewalt aufwachsen können. Sie brauchen Orte, an denen sie ernstgenommen werden und an denen ihre Rechte respektiert werden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Verantwortlichen in Politik und den Behörden dafür einsetzen, Schutzkonzepte flächendeckend verbindlich einzuführen, damit sichere Orte für Kinder entstehen.

Genderbewusste Pädagogik

Fiona Langfeldt: Zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört selbstverständlich auch ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Dabei können kompetente Erwachsene sie in ihrer individuellen Vielfalt begleiten. Ich wünsche mir, dass 5 Einrichtungen ihre Mitarbeitenden zu genderbewusster Pädagogik fit machen und das Thema Teil ihrer Alltagspädagogik und ihres Konzepts wird.

Nachhaltige Sexualpädagogik

May Arias: Sexualität ist ein wichtiges Thema und ich bin der Meinung, dass wir als Fachkräfte in Einrichtungen viel mehr als Informationen, z.B. Haltungen und Werte  vermitteln können und müssen. Aber dies muss in der Einrichtung auch gelebt werden. Wir sollten Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung angemessen begleiten und Standards dazu nachhaltig in den Einrichtungen verankern. Daher wünsche ich mir, dass sexualpädagogische Arbeit bei zwei verschiedenen Trägern durch regelmäßige Auffrischungsschulungen immer wieder thematisiert wird.

Prävention digital denken

Anja Bawidamann: Mein Herzensthema ist die Prävention von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Vor allem, weil digitale Medien bzw. Foto- und Filmaufnahmen heute bei einem Großteil der Fälle von sexueller Gewalt verwendet werden. Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Bereich nicht mehr nur Aufgabe von Einzelpersonen in Teams ist, sondern alle pädagogischen Fachkräfte zu qualifizierten Ansprechpersonen für dieses Thema werden und sich in den kommenden zwei Jahren mindestens 5 Einrichtungen zu diesem Thema qualifizieren.

Kinderrechte in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren

Parvaneh Djafarzadeh: Ich sehe es als unsere Verantwortung an, auf den Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften und Ankerzentren zu achten. Diese Kinder und ihre Familien wohnen dort nicht freiwillig, sondern weil unsere Asylpolitik es so will. Aber auch sie haben das Recht auf Schutz auch vor sexueller Gewalt. Mein Wunsch ist, dass sie ihr Recht bekommen und dass ich 10 Fachkräfte und Ehrenamtliche finde, die im Flüchtlingsbereich arbeiten, und sich mit uns vernetzt für dieses Recht stark machen.

Pflegekinderhilfe

Christine Rudolf-Jilg: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Pflegekindern vor sexueller Gewalt schauen. Da wird bislang bundesweit viel zu wenig getan, obwohl wir wissen, dass sie eine Hochrisikogruppe sind. Deswegen wünsche ich mir, dass unser UBsKM Johannes Wilhelm Rörig, das Bundesfamilienministerium, das Bayerische Sozialministerium und auch das Stadtjugendamt sich 2020 aktiv werden und dafür sorgen, dass es in der Pflegekinderhilfe Schutzkonzepte gibt.

Sportvereine

Rita Seibold-Över: Ich finde es wichtig, dass wir auf den Schutz von Kindern in Sportvereinen schauen. Ich bin Mitglied in einem Verein und habe das Gefühl, da gibt es Strukturen, an denen mit Schutzkonzepten gearbeitet werden muss! Ich wünsche mir daher, dass München einen Weg findet, mittelfristig nur die Sportvereine zu fördern, die ein Schutzkonzept haben.

Schulen

Miriam Zwicknagel: Präventionsarbeit und die Etablierung von Schutzkonzepten muss im schulischen Bereich verankert werden. Dazu braucht es kompetente Lehrkräfte! Leider scheitert der Einstieg häufig an der Finanzierung für Fortbildungen. Deshalb wünsche ich mir, dass mindestens 10 SCHILFs bezuschusst werden und sich damit auch 10 Schulen auf den Weg zu Schutzkonzepten machen können.

Busfahrer*innen und Begleitpersonen

Petra Straubinger: In inklusiven Einrichtungen und in der Behindertenhilfe sind viele Mitarbeitende im Bereich der Beförderung und der Assistenz eingesetzt. Auch hier braucht es präventive Maßnahmen. Ich erhoffe mir Unterstützung durch mindestens 5 Fachbereichsleitungen bzw. Zuständige für Beförderungsverträge für die Präventionsarbeit mit  Busfahrer*innen und eventuell begleitende Personen. Präventionsfortbildungen für diese Zielgruppe zu den Themen angemessene Nähe & Distanz sowie dem Vorgehen beim Verdachtsfall müssen als Bedingung zur Beauftragung gesetzt werden.

Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Yvonne Fellner: Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass die Politik weiterhin Projekte wie die „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ fördert, damit die realen Bedingungen der vielfältigen Geschlechter bereits im Hier und Jetzt verbessert werden. Konkret würde ich mir wünschen, dass unsere Sichere Wiesn App neu aufgesetzt werden kann, was leider viel Geld kostet. Da die meisten Oktoberfestbesucher*innen ihr Handy dabei haben, wird dadurch z.B. der Weg zu uns erleichtert.

Prävention in der Ausbildung

Maresa Griebel: In meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich leider kaum etwas über Methoden zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in Kindertageseinrichtungen erfahren. Um in der Arbeit mit Kindern eine professionelle Präventionsarbeit gewährleisten zu können, wäre es wichtig, das Thema schon in der Ausbildung zu verankern.
Mein Wunsch ist es deshalb, vor allem Lehrbeauftragte an Fachakademien für Sozialpädagogik durch Schulungen und Fortbildungen für das Thema „sexueller Missbrauch in Kindertageseinrichtungen und dessen Prävention“ zu sensibilisieren, damit sie die Thematik auch in ihrem Unterricht behandeln können. Ich wünsche mir, dass 5 Schulungen für Lehrbeauftrage an Fachakademien für Sozialpädagogik finanziert werden.

Finanzielle Unterstützung

Yvonne Oeffling: Trotz kommunaler Förderung sind wir in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen. Ich wünsche mir daher stabile finanzielle Unterstützer*innen für AMYNA e.V.! Schön wäre es, wenn 30 mittelständische Unternehmen jeweils einen Monat lang eine Spendenaktion zu Gunsten von AMYNA durchführen!

Neue Räume für AMYNA

Sibylle Härtl: In den letzten Jahren ist sehr deutlich geworden, welchen wichtigen Stellenwert Prävention von sexuellem Missbrauch hat. Kaum eine Einrichtung möchte mehr auf ein Schutzkonzept verzichten. Mit den wachsenden Anfragen und Themen, wächst auch  die Mitarbeiterinnenanzahl bei AMYNA. Prävention braucht nicht nur in den Köpfen und im Handeln ihren Raum. Auch wir Kolleginnen von AMYNA brauchen mehr Platz und den geeigneten Raum, um alle Ideen umsetzen zu können und alle Zielgruppen in barrierearmen Räumen schulen zu können. Wir sind eigentlich bei der Suche nach geeigneten Räumen schon fündig geworden und durften durch die Verwaltung und Politik sehr viel Hilfe erfahren. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Jetzt brauchen wir noch die erforderlichen Beschlüsse der Politik in den nächsten beiden Wochen und dann einen Mietvertrag, hoffentlich bis zum Jahresende, der alles in trockene Tücher bringt. Dann werden wir 2021 (nach den erforderlichen Umbaumaßnahmen) zwar nicht ins Schloß Nymphenburg einziehen, aber hoffentlich in das Orleanskarrée – unser größter Wunsch.

Gemeinsam gegen Rechts!

Ein letzter gemeinsamer Wunsch von uns allen ist Folgendes: Rechte Gruppierungen und Parteien instrumentalisieren sexuelle Gewalt und Kinderschutz für ihre Zwecke und suggerieren, dass das Problem sexueller Gewalt nur in Bezug auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zutrifft und stigmatisiert diese dadurch. Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir wünschen uns daher von Ihnen allen, dass wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die sich dieser Tendenz mutig entgegen stellt. Wir bitten Sie herzlich mit uns jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Wir stehen für eine bunte, vielfältige, gewaltfreie Gesellschaft und freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.

Fragen und Antworten

Diese Seite ist für Ihre Fragen zum Präventionspreis da!

Für den Präventionspreis 2021 lautet das Schwerpunktthema „Gelingende Sexualpädagogik in der Kita”. Dies ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Eine einzelne Ausschreibung kann mit ihren Informationen allen Facetten natürlich nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben wir diese Seite eingerichtet und versuchen, Ihre Fragen so gut wie möglich zu bearbeiten

Ihr Anliegen ist noch nicht dabei? Dann schicken Sie dieses bitte an ab@amyna.de . So kann Ihre Frage nach der Beantwortung in diesen Katalog aufgenommen und die für Sie nötigen Informationen gegeben werden.

“Ich habe gehört, dass der Präventionspreis 2020 nicht stattfindet. Was passiert jetzt mit der Ausschreibung?”

Wir haben die Verleihung lediglich ein Jahr verschoben. Die Verleihung zu diesem Thema wird nun am 20. Mai 2021 stattfinden.

Die verlängerte Frist zur Einsendung aller Nominierungen endet damit am 23. Oktober 2020.

Falls Sie bereits eine Einrichtung nominieren möchten bzw. die Nominierung vorbereitet haben, können Sie sich damit gerne an Anja Bawidamann per Mail unter ab@amyna.de wenden. Ihre Nominierung wird damit aufgenommen. Sie werden dann im Sommer / Herbst 2020 noch einmal kontaktiert, um eventuelle Neuerungen, die sich in dieser Zeit ergeben haben, mit aufzunehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

“Was bedeutet, dass das Schwerpunktthema strukturell verankert sein muss?”

Eine strukturelle Verankerung bedeutet die Festsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtung. Sie kann z.B. in einem sexualpädagogischen Konzept oder im Qualitätsmanagement beschrieben werden, sodass sich alle Mitarbeitenden daran halten müssen. Sinn davon ist die Förderung einer größtmöglichen Nachhaltigkeit – im Alltag und in den Strukturen fest verankerte Maßnahmen haben eine größere Wirkung als ein Projekt, das einmal jährlich oder bei Bedarf stattfindet.

„Was fällt unter eine spezialisierte Fachstelle?“

Mit einer spezialisierten Fachstelle ist hier eine Einrichtung oder Beratungsstelle gemeint, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder Sexualpädagogik spezialisiert hat. Dieses Thema bzw. diese Themen sollten Schwerpunkte der Arbeit dieser Stelle sein. Ansonsten finden Sie auf dem „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ganz einfach Fachstellen in Ihrer Nähe.

 „Wer entscheidet über die Vergabe des Präventionspreises?“

Alle eingesandten Bewerbungen werden in der Mitfrauenversammlung von AMYNA e.V. im November 2020 vorgestellt. Alle stimmberechtigten Mitfrauen wählen schließlich den/die nächste Preisträger*in per Mehrheitsentscheid.

„Wie werden die Einsendungen bewertet?“

In die Bewertung und Abstimmung der Bewerbungen fließen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zur Prävention sexualisierter Gewalt und Förderung der psychosexuellen Entwicklung von Kindern, sowie die Erfahrungswerte der pädagogischen Fachkräfte von AMYNA e.V. ein. Grundlegende Punkte wie beispielsweise eine umfassende Umsetzung von Sexualpädagogik (statt einer Beschränkung auf Körperaufklärung) oder ein Einbezug aller Ebenen und Beteiligten der Einrichtung fallen stärker ins Gewicht als die Bereitstellung von Aufklärungsbüchern oder ein jährlich einmal stattfindendes Projekt.

Beratung durch GrenzwertIch – sexuelle Gewalt durch Kinder und Jugendliche verhindern

Unser Beratungsangebot zum Themenfeld „Sexuelle Gewalt durch Kinder und Jugendliche“ umfasst:

  • Fragen der Vorbeugung von sexuellen Übergriffen durch Kinder oder Jugendliche
  • Fragen zum Umgang mit sexuellen Übergriffen sowie
  • Fragen der Einschätzung sexueller Äußerungen und Handlungen von Kindern und Jugendlichen

Hier können Sie sich auch direkt an unsere Mitarbeiterinnen Elke Schmidt und Fiona Langfeldt wenden.

Tel.       089/890 57 45-120

Mi.        09.00-11.00 Uhr

Gerne können Sie Ihr Anliegen auch per E-Mail an grenzwertich@amyna.de oder gleich über das Kontaktformular an uns senden.

GrenzwertICH-Beratungsflyer zum Download (PDF, 2 MB)

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SchoolCheck!

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Kompetente Weitervermittlung

Die Arbeitsbereiche von AMYNA e.V. liegen im Rahmen der Präventionsarbeit…

Beratung von Träger*innen zur Entwicklung und Einführung eines Schutzkonzeptes

In München Träger*innen, die ihre Institution umfassend vor…

Präventionsberatung zu § 8a SGB VIII für Kindertagesstätten

Alle Einrichtungen, die die Verpflichtung haben, das Kindeswohl…

Beratung für Einzelpersonen zur Prävention von sexuellem Missbrauch

Wir beraten Mütter, Väter und weitere Bezugspersonen von Kindern…

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Fragen und Antworten

Diese Seite ist für Ihre Fragen zum Präventionspreis da!

Für den Präventionspreis 2021 lautet das Schwerpunktthema „Gelingende Sexualpädagogik in der Kita”. Dies ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Eine einzelne Ausschreibung kann mit ihren Informationen allen Facetten natürlich nicht gerecht werden. Aus diesem Grund haben wir diese Seite eingerichtet und versuchen, Ihre Fragen so gut wie möglich zu bearbeiten

Ihr Anliegen ist noch nicht dabei? Dann schicken Sie dieses bitte an ab@amyna.de . So kann Ihre Frage nach der Beantwortung in diesen Katalog aufgenommen und die für Sie nötigen Informationen gegeben werden.

“Ich habe gehört, dass der Präventionspreis 2020 nicht stattfindet. Was passiert jetzt mit der Ausschreibung?”

Wir haben die Verleihung lediglich ein Jahr verschoben. Die Verleihung zu diesem Thema wird nun am 20. Mai 2021 stattfinden.

Die verlängerte Frist zur Einsendung aller Nominierungen endet damit am 23. Oktober 2020.

Falls Sie bereits eine Einrichtung nominieren möchten bzw. die Nominierung vorbereitet haben, können Sie sich damit gerne an Anja Bawidamann per Mail unter ab@amyna.de wenden. Ihre Nominierung wird damit aufgenommen. Sie werden dann im Sommer / Herbst 2020 noch einmal kontaktiert, um eventuelle Neuerungen, die sich in dieser Zeit ergeben haben, mit aufzunehmen.

Wir danken für Ihr Verständnis!

“Was bedeutet, dass das Schwerpunktthema strukturell verankert sein muss?”

Eine strukturelle Verankerung bedeutet die Festsetzung der Maßnahmen auf allen Ebenen der Einrichtung. Sie kann z.B. in einem sexualpädagogischen Konzept oder im Qualitätsmanagement beschrieben werden, sodass sich alle Mitarbeitenden daran halten müssen. Sinn davon ist die Förderung einer größtmöglichen Nachhaltigkeit – im Alltag und in den Strukturen fest verankerte Maßnahmen haben eine größere Wirkung als ein Projekt, das einmal jährlich oder bei Bedarf stattfindet.

„Was fällt unter eine spezialisierte Fachstelle?“

Mit einer spezialisierten Fachstelle ist hier eine Einrichtung oder Beratungsstelle gemeint, die sich auf das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche oder Sexualpädagogik spezialisiert hat. Dieses Thema bzw. diese Themen sollten Schwerpunkte der Arbeit dieser Stelle sein. Ansonsten finden Sie auf dem „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ ganz einfach Fachstellen in Ihrer Nähe.

 „Wer entscheidet über die Vergabe des Präventionspreises?“

Alle eingesandten Bewerbungen werden in der Mitfrauenversammlung von AMYNA e.V. im November 2020 vorgestellt. Alle stimmberechtigten Mitfrauen wählen schließlich den/die nächste Preisträger*in per Mehrheitsentscheid.

„Wie werden die Einsendungen bewertet?“

In die Bewertung und Abstimmung der Bewerbungen fließen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung zur Prävention sexualisierter Gewalt und Förderung der psychosexuellen Entwicklung von Kindern, sowie die Erfahrungswerte der pädagogischen Fachkräfte von AMYNA e.V. ein. Grundlegende Punkte wie beispielsweise eine umfassende Umsetzung von Sexualpädagogik (statt einer Beschränkung auf Körperaufklärung) oder ein Einbezug aller Ebenen und Beteiligten der Einrichtung fallen stärker ins Gewicht als die Bereitstellung von Aufklärungsbüchern oder ein jährlich einmal stattfindendes Projekt.