Noch Doktorspiel? Schon Übergriff?

Unterscheidung kindlicher sexueller Neugier von sexuellen Grenzverletzungen durch Kinder

Mitarbeiter*innen in Kindertageseinrichtungen werden immer wieder mit sexuellen Äußerungen und Handlungen von Kindern konfrontiert. Kinder entdecken ihren Körper, gehen gemeinsam zur Toilette oder machen „Doktorspiele“.

Eine wichtige Aufgabe von Kindertagesstätten ist es daher, die sexuelle Entwicklung von Kindern zu begleiten. Dazu gehört zum einen, alters- und entwicklungsgemäße Freiräume für die kindliche Entdeckungsfreude zu gestalten. Zum anderen sollten Fachkräfte Mädchen* und Jungen* Grenzen setzen, wo es nötig ist. Denn nicht jede sexuelle Verhaltensweise ist für die Entwicklung der Kinder förderlich. Und so manches Verhalten ist in der Einrichtung nicht passend.

Spätestens wenn andere Kinder in sexuelle Handlungen einbezogen werden, ist die Verunsicherung groß: Wo müssen wir uns einmischen, wann die Kinder in Ruhe lassen? Was gehört zur altersgemäßen Entwicklung? Und vor allem: Wann müssen wir die anderen Kinder schützen?

Referentinnen

Fiona Langfeldt
Fiona LangfeldtSozialpädagogin (B.A.)Mail senden
  • Format

    Fortbildung oder Vortrag

  • Zielgruppe

    Teams aus Kindertagesstätten – auch inklusive und integrative Einrichtungen, Schulkollegien sowie Frühförderstellen und HPT

  • Ort

    In Ihrer Einrichtung oder (gegen Aufpreis) in unseren Räumen

  • Dauer

    Nach Absprache: Fortbildung 1–2 Tage; Kurzversion ab 4 Stunden; Vortrag etwa 2–3 Stunden

  • Termin

    Nach Vereinbarung. Bitte frühzeitig buchen, da längere Wartezeiten möglich sind.

  • Kosten

    Nach Vereinbarung

Teamfortbildung

In der Fortbildung werden folgende Fragen behandelt:

  • Welche Formen sexueller Neugier sind altersgerecht?
  • Welche sexuellen Äußerungen und Handlungen von Kindern wollen wir in unserer Einrichtung akzeptieren und was sind unerwünschte Verhaltensweisen?
  • Wo beginnen sexuelle Grenzverletzungen?
  • Wann müssen Fachkräfte eingreifen?
  • Was brauchen die betroffenen Kinder?
  • Was ist sinnvoll für den pädagogischen Umgang mit übergriffigen Kindern?
  • Wie sollen die Eltern miteinbezogen werden?
  • Wo sind die Grenzen der pädagogischen Möglichkeiten?
  • Wann sollten andere Fachstellen hinzugezogen werden?
  • Nicht zuletzt geht es um die Frage der Präven­tion: Wie können Kinder im respektvollen Umgang miteinander gefördert werden? Und was kann Ihre Einrichtung tun, um sexuellen Grenzverletzungen vorzubeugen?

In der Fortbildung werden zudem geeignete Bücher, Materialien und Methoden für die Praxis vorgestellt.

Dauer: Nach Absprache 1-2 Tage

Vortrag

Der Vortrag behandelt die Themen kindliche Sexualität und sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder.

Sie erfahren, welche Ausdrucksformen kindlicher Sexualität altersgerecht und angemessen sind und wo Grenzen liegen. Zudem erhalten Sie Hinweise für den adäquaten Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen durch Kinder.

Dauer: Nach Absprache 2–3 Stunden

Die Querschnitt-Themen Interkulturalität, Gender und Behinderung / Inklusion fließen in alle Angebote mit ein.

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