30 Jahre AMYNA e.V. Gestern – Heute – Morgen

Am 19. November wird jedes Jahr der Internationale Tag zur Prävention von sexuellem Missbrauch begangen. Doch nicht nur das: In diesem Jahr haben wir diesen besonderen Tag genutzt und das 30-jährige Bestehen von AMYNA e.V. gefeiert! Wir möchten  an dieser Stelle noch einmal allen danken, die mit uns gefeiert haben.

Zitate der Veranstaltung

Viele Menschen waren am Dienstag im Einstein 28 und haben mit uns gefeiert. Besonders gefreut haben wir uns über das viele Lob, das uns in Grußworten und Vorträgen auf der Bühne übermittelt wurde!

Angelika Geist, Vorstandsfrau des Vereins, blickte bei der Begrüßung stolz auf die vergangenen Jahre zurück: Der Schutz von Mädchen* und Jungen*, Kindern wie Jugendlichen, vor sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt ist seit 30 Jahren Anliegen von AMYNA e.V. Wir widmen uns dieser Aufgabe seitdem mit all unserer Energie und Kompetenz.“

In den weiteren Grußworten betonten sowohl Bürgermeisterin Christine Strobl, als auch Jugendamtsleiterin Esther Maffei die Bedeutung AMYNAs für die Stadtgesellschaft und insbesondere die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Sie hoben das hohe Fachwissen der Mitarbeiterinnen und ihr Engagement hervor und bedankten sich dafür herzlich.

Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig übermittelte in seinem schriftlichen Grußwort neben seinem Dank für die „bewundernswerte Arbeit“ auch seine Anerkennung für das „hochqualifizierte Angebot der Erwachsenenbildung“ und merkte an „dass AMYNA (…) in den letzten 30 Jahren maßgeblich dazu beigetragen (hat), dass sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen heute weniger tabuisiert wird, dass die Aufmerksamkeit gewachsen ist und die Einführung von Schutzkonzepten in Kitas, Heimen, Schulen und anderen Einrichtungen als wichtiges Qualitätsmerkmal einer Einrichtung weitestgehend anerkannt ist.“

Tamara Luding (BKSF) lobte in ihrem Vortrag das sehr differenzierte Angebot von AMYNA für verschiedenste Zielgruppen: „Die hervorragende Zusammenarbeit von Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch in München ist ein Vorbild für ganz Deutschland!“

Wir freuen uns sehr über so viel Zuspruch und positive Rückmeldungen!

Einblicke in das vielfältige Jubiläumsprogramm

Die Feierlichkeiten an diesem Tag wurden eingerahmt von einem bunten und spannenden Programm:

GESTERN – 30 Jahre Prävention

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut), Sibylle Härtl und Yvonne Oeffling (AMYNA e.V.): Wir blickten gemeinsam zurück auf 30 Jahre Prävention von sexuellem Missbrauch. Was hat sich in der Fachwelt getan? Welchen Einfluss hatten gesellschaftliche Entwicklungen auf die fachliche Arbeit? Diese und weitere Fragen wurden auf diesem Podium diskutiert, um aus der näheren Vergangenheit der Prävention von sexuellem Missbrauch gemeinsam zu lernen. Klar wurde insbesondere, dass Prävention von sexuellem Missbrauch von Beginn an als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden sollte (und wurde).

GESTERN – 30 Jahre AMYNA

Ein bunter Rückblick: Christine Rudolf-Jilg (AMYNA e.V.) blickte zurück auf die Präventionsarbeit des Vereins seit Beginn und stellte dar, welche Entwicklungen sichtbar wurden und welche Themenpalette das Team von Beginn an bearbeitet hat. Dabei wurde lebendig erzählt, wie von einem am Küchentisch gegründeten Verein mit (kurze Zeit später) zwei Mitarbeiterinnen eine bedeutende Präventionsfachstelle mit mittlerweile 20 engagierten Kolleginnen wurde, die eine differenzierte Bandbreite der Prävention bietet wie keine zweite.

MORGEN – Zukunft der Prävention

Tamara Luding (BKSF) behandelt in ihrem Fachvortrag die Zukunft der Prävention von sexuellem Missbrauch. Nachdem wir viel aus der Vergangenheit lernen konnten, geht es nun darum, die Prävention von sexuellem Missbrauch fachlich und qualitativ immer weiter zu entwickeln. Klar wurde hier der Wunsch benannt, dass die Münchner Präventions- und Interventionsstellen mit ihrer gelungenen Zusammenarbeit, ohne die die Versorgung von Mädchen* und Jungen* nur halb so gewinnbringend wäre, Beispiel für viele andere Kommunen sein sollte.