Zwischen Selbständigkeit und Schutzbedürfnis

Sexueller Missbrauch und die Möglichkeiten der Prävention

Eine Veranstaltung für Eltern von Mädchen und Jungen in den Klassen 5 bis 7

Je größer der Radius wird, in dem sich Mädchen und Jungen bewegen, umso vielfältiger werden auch die Zugänge möglicher Missbrauchs-Täter*innen.

Wachsende Selbständigkeit

Kinder so zwischen 10 und 12 Jahren fühlen sich oft schon ganz schön groß und selbständig. Und das ist gut so.

  • Die Eltern erfahren nicht mehr alles – die Mädchen und Jungen achten auf ihre Privatsphäre innerhalb der Familie.
  • Die Kinder bewegen sich immer selbstverständlicher in der Öffentlichkeit und nehmen vielfältige Freizeitangebote wahr.
  • Sie nutzen für ihre Kontakte Handy und Internet oft mit mehr technischem Wissen als ihre Eltern.
  • Sie sind auf der Zielgeraden zur Pubertät. Es gibt Schwärmereien oder (erstes) Verliebtsein.
  • Manche entwickeln in diesem Alter schon erste sexuelle Gefühle für andere.

Die nicht ganz leichte Aufgabe der Eltern ist es, eine gute Balance zu finden

  • zwischen der Unterstützung des Selbständig-Werdens ihrer Töchter und Söhne auf der einen Seite
  • und der Verantwortung für deren Schutz auf der anderen Seite.

Schutz vor sexuellem Missbrauch und sexuellen Übergriffen

Je größer der Radius wird, in dem sich Mädchen und Jungen bewegen, umso vielfältiger werden auch die Zugänge möglicher Missbrauchs-Täter*innen. In vielen Fällen handelt es sich um Jugendliche oder Erwachsene, denen die Kinder vertrauen, die sie mögen, für die sie vielleicht sogar schwärmen.

Zwar können Mädchen und Jungen mit steigendem Alter ihre Selbstschutzfähigkeiten stärker entwickeln.

Dennoch brauchen sie verantwortungsvolle und informierte Erwachsene,

  • die mit ihnen über Sexualität und sexuellen Missbrauch sprechen können,
  • die ihnen Bestärkung und Unterstützung geben können,
  • und die sich bedingungslos auf ihre Seite stellen.

Sich auf den Selbstschutz der Mädchen und Jungen zu verlassen, reicht nicht aus und würde diese überfordern. Für sie ist es schwer, die Strategien der Täter*innen zu durchschauen. Eltern bleiben in der Verantwortung für den Schutz ihrer Töchter und Söhne.

Der Elternabend

Beim Elternabend bekommen Sie Informationen

  • zu sexuellem Missbrauch durch jugendliche oder erwachsene Personen
  • zu Täter*innen und deren Strategien
  • und zu Präventionsmöglichkeiten

Es geht z.B. um die Fragen:

  • Was kann dazu beitragen, sexuellen Missbrauch zu verhindern?
  • Wie kann ich meine Tochter bzw. meinen Sohn in ihren bzw. seinen Selbstschutzfähigkeiten unterstützen?
  • Wie kann ich selbst zum Schutz beitragen?
  • Was kann ich tun, wenn ich vermute, dass mein Kind sexuell missbraucht wird
  • oder mein Kind mir davon erzählt?
  • Zielgruppe

    Eltern von Mädchen und Jungen in den Klassen 5 bis 7

  • Gruppengröße

    Möglichst 6–25 Personen

  • Ort

    Der Elternabend kann in den Räumen Ihrer Einrichtung stattfinden. Sie können dafür aber auch gegen einen geringen Aufpreis die Räume von AMYNA nutzen.

  • Dauer

    Ca. 3 Stunden

  • Terminanfragen

    Terminanfragen können Sie telefonisch 089/ 890 57 45-100, per Mail an info@amyna.de, per Post oder per Fax an uns richten.

  • Kosten

    Nach Vereinbarung. Nach der Veranstaltung erhalten Sie von uns eine Rechnung über die vereinbarten Kosten.

  • Buchung

    Wenn Sie sich für einen Elternabend entschieden haben, bekommen Sie von uns einen schriftlichen Vertrag, den Sie uns innerhalb von 14 Tagen unterschrieben zurückschicken.

  • Absage

    Bis vier Wochen vor dem vereinbarten Termin ist eine Absage Ihrerseits kostenlos möglich. Bei kurzfristigeren Absagen stellen wir eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung.

  • Referentinnen

    Parvaneh Djafarzadeh, Mitarbeiterin bei AMYNA e.V., Irmi Deschler, freiberufliche Referentin bei AMYNA e.V.

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