Mama, wie bin ich aus deinem Bauch gekommen?

Sexualerziehung – Ein wichtiger Baustein der Prävention von sexuellem Missbrauch

Eine Veranstaltung für Eltern mit Migrationshintergrund

Sexualerziehung ist ein wesentlicher Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch, denn das richtige Wissen über Körper und Sexualität kann zum Schutz vor sexuellem Missbrauch beitragen. Daher ist es wichtig, dass Mädchen* und Jungen* über den eigenen Körper und seine Funktionen Bescheid wissen, dass sie all ihre Körperteile benennen können, dass sie Wissen über Sexualität haben und die Erlaubnis bekommen, darüber zu sprechen.

Zudem sind Kinder neugierig auf alles, was ihnen begegnet und fragen viel. Das gehört zu ihrer Entwicklung. Was ist ihnen näher als ihr eigener Körper? Sobald sie sprechen können, stellen sie viele Fragen zu ihrem eigenen Körper und dem anderer Menschen. Sie wollen z.B. wissen, warum Mädchen* und Jungen* unterschiedlich aussehen, warum Frauen Brüste haben, wie Kinder entstehen, wie sie zur Welt kommen und vieles andere mehr.

Da Eltern die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder sind, sollten Sie auf die Fragen ihrer Kinder altersgerecht eingehen können. Für viele Eltern ist es allerdings nicht so einfach, die neugierigen Fragen der Kinder zu beantworten – besonders, wenn es um so intime und schambehaftete Fragen zur Sexualität geht.

Besonders schwierig ist diese Angelegenheit für Eltern, die aus Kulturen kommen, in denen sexuelle Themen stark tabuisiert sind. Da ihnen das eigene Schamgefühl verbietet, über solche Themen zu sprechen, müssen diese Eltern große Hemmungen überwinden, um die neugierigen Fragen ihrer Kinder zu beantworten.

Manche Eltern haben auch Angst, dass ihre Kinder den Respekt vor ihnen verlieren, wenn sie mit ihnen über Sexualität sprechen. Wiederum andere Eltern befürchten, ihre Kinder an die „fremde“ Kultur zu verlieren, wenn sie deren sexuelle Neugier zulassen und auf ihre Fragen eingehen. Manche Eltern sind einfach unsicher und wissen nicht, wie sie mit sexuellen Fragen ihrer Kinder umgehen sollen.

Doch die Fragen der Kinder zu Körper und Sexualität unbeantwortet zu lassen, birgt die Gefahr, dass Kinder es zukünftig vermeiden, ihren Eltern solche Fragen zu stellen. Auf der Suche nach einer Antwort auf ihre Fragen können sie an Personen geraten, die die Neugier der Kinder ausnutzen und das Vertrauen der Kinder missbrauchen. Wenn diese Kinder dann sexuelle Übergriffe erleben, haben sie oft Angst davor, sich ihren Eltern anzuvertrauen, weil sie gelernt haben, dass sie mit ihren Eltern über diese Themen nicht sprechen dürfen.

An diesem Informationsabend für Eltern mit Migrationshintergrund geht es um Themen wie kindliche Sexualität und sexuelle Entwicklung von Mädchen* und Jungen*, ihre neugierigen Fragen, „Doktorspiele“ und ihre Grenzen. Dabei wird auf folgende Fragen eingegangen:

  • Wie gehe ich mit der sexuellen Neugier meines Kindes um?
  • Wie gehe ich mit sogenannten “Doktorspielen” und sexuellem Verhalten meines Kindes um?
  • Was muss ich wissen, um die Fragen meiner Tochter oder meines Sohnes über Sexualität beantworten zu können?
  • Welches ist das richtige Alter, um Kinder aufzuklären?

Diese und viele andere Fragen werden an dem Abend besprochen. Darüber hinaus werden geeignete Materialien und Bücher vorgestellt.

Referentin

  • Zielgruppe

    Mütter und Väter mit Migrationshintergrund

  • Gruppengröße

    Möglichst 6–25 Personen

  • Ort

    Der Elternabend kann in den Räumen Ihrer Einrichtung stattfinden. Sie können dafür aber auch gegen einen geringen Aufpreis die Räume von AMYNA nutzen.

  • Dauer

    Ca. 2,5 Stunden

  • Terminanfragen

    Terminanfragen können Sie telefonisch 089/ 890 57 45-100, per Mail an info@amyna.de, per Post oder per Fax an uns richten.

  • Kosten

    Nach Vereinbarung. Nach der Veranstaltung erhalten Sie von uns eine Rechnung über die vereinbarten Kosten.

  • Buchung

    Wenn Sie sich für einen Elternabend entschieden haben, bekommen Sie von uns einen schriftlichen Vertrag, den Sie uns innerhalb von 14 Tagen unterschrieben zurückschicken.

  • Absage

    Bis vier Wochen vor dem vereinbarten Termin ist eine Absage Ihrerseits kostenlos möglich. Bei kurzfristigeren Absagen stellen wir eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung.

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