Sexualpädagogik im Kontext Schule
„Warum braucht es sexualpädagische Arbeit an Schulen?“
Sexualpädagogik ist präventiv. Korrekte Begriffe für die eigenen Geschlechtsteile zu kennen und Wissen zu erwerben, hilft, sprachfähiger in diesem oft tabuisierten und schambesetzten Thema zu werden. Wir haben unsere Kollegin und Expertin für den Themenbereich, Andrea Steinberger, zur Umsetzung in Schulen befragt.
„Warum braucht es auch an Schulen ein sexualpädagisches Konzept?“
Sexualität begleitet uns ein Leben lang, im Schulalltag ist es immer wieder ein Thema, wenn auch manchmal unterschwellig. Gleichzeitig ist es ein immer noch stark tabuisiertes Thema. Und auch in Bezug auf sexualisierte Übergriffe durch Kinder oder Jugendliche und dem Umgang besteht immer noch zu wenig Handlungssicherheit. Ein sexualpädagogisches Konzept hilft, eine gemeinsame Haltung in Bezug auf Sexualität und sexualpädagogisches Handeln festzuhalten und sich daran zu orientieren.
„Jugendliche haben doch ihr Wissen über Sexualität hauptsächlich aus digitalen Medien, was können wir als Lehrkräfte denn tun?“
Tatsächlich ist nach der aktuellen Studie des BiöG die Hauptquelle für Sexualaufklärung der Schulunterricht und damit auch Sie als Lehrkräfte. Sie können eine wichtige Rolle darin spielen, Ansprechpersonen zu sein, Fragen zu beantworten und gesicherte Informationen weiterzugeben. Nutzen Sie diese Möglichkeit.
„Welche Situationen eignen sich, um im Schulalltag mit Schüler*innen das Thema Sexualität zu bearbeiten?“
Kinder und vor allem Jugendliche haben eine Menge an Fragen rund um Sexualität, Körper und Liebe. Gleichzeitig bekommen sie eine Fülle an Informationen, die sie nicht einordnen können. Dabei können Sie sie unterstützen. Oftmals kommen Kinder und Jugendliche ganz von selbst, wenn sie wissen, dass es einen Raum für ihre Fragen und Sorgen gibt. Ein Zugang kann aber zum Beispiel auch über Musik oder Kreativität sein, fragen Sie die Kinder und Jugendlichen, was sie interessiert.



