Prävention schützt Kinder – warum die Arbeit von AMYNA unverzichtbar ist

Wie in der aktuellen Berichterstattung darge-stellt, erreicht Deutschland beim Schutz vor sexualisierter Gewalt zwar insgesamt Platz drei von 60 Ländern, zeigt aber deutliche Schwächen bei der Prävention. Gleichzeitig werden massive Kürzungen diskutiert– ausge-rechnet in einer Zeit, in der Prävention von sexualisierter Gewalt, Schutz-konzepte und Hilfestrukturen dringender gebraucht werden denn je.
Aus den aktuellen Studien und dem UNICEF Bericht wird deutlich: der Schutz von Kindern muss gestärkt werden und nicht geschwächt werden. Prävention zu finanzieren ist eine gute Investition in die Zukunft. Denn Einrichtungen, Schulen, Vereine und Träger suchen händeringend nach fachliche Begleitung um den Schutz in ihrem Verantwortungsbereich zu verbessern. Genau hier setzt AMYNA seit über 30 Jahren an – niedrigschwel-lig, fachlich fundiert und mit hoher gesellschaftlicher Wirkung.
Was 1989 als kleine Initiative begann, hat München nachhaltig verändert: AMYNA war bundesweit eine der ersten Fachstellen, die konsequent auf Prä-vention setzte und den Schutz von Kindern als Verantwortung Erwachsener versteht. Heute gilt dieser Ansatz als fachlicher Standard.
Mit Unterstützung der Landeshauptstadt München entstand bereits 1992 das Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch. Seitdem hat AMYNA tau-sende Fachkräfte, Eltern, Vereine, Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen qualifiziert, Schutzkonzepte entwickelt und entscheidend dazu beigetragen, dass sexualisierte Gewalt früher erkannt, benannt und verhindert werden kann.
In München haben sich inzwischen sehr viele Träger auf den Weg gemacht und wollen Prävention verstetigen, denn Prävention wirkt. Gerade in Einrich-tungen der Kinder- und Jugendhilfe oder der Behindertenhilfe braucht es spe-zifisches Wissen über Machtverhältnisse, Grenzverletzungen, Beteiligung und Beschwerdestrukturen. Prävention sexualisierter Gewalt muss an die jeweili-gen Zielgruppen angepasst werden — etwa an Kinder mit Behinderungen, junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf oder komplexe insti-tutionelle Settings. Die Expertinnen von AMYNA verfügen über diese speziali-sierte Expertise und können dadurch passgenaue Lösungen entwickeln. Sie bringen hier Orientierung, Fachwissen und einen professionellen Blick von außen ein.
Die Geschäftsführerin Sibylle Härtl warnt deshalb eindringlich vor Kürzungen im Bereich Prävention: „Gerade die aktuellen Studien zeigen, wie groß der Handlungsbedarf weiterhin ist. Wer jetzt an Prävention spart, schwächt denSchutz von Kindern und Jugendlichen genau dort, wo er am dringend ge-braucht wird.“
Yvonne Oeffling, Geschäftsführerin von AMYNA ergänzt: „Prävention ist keine freiwillige Zusatzleistung. Sie ist Teil der sozialen Infrastruktur einer Stadt – genauso wichtig wie Bildungs-, Gesundheits- oder Sicherheitsstrukturen. Mün-chen hat hier über Jahrzehnte wichtige Standards aufgebaut. Diese Struk-turen jetzt im Zuge von Haushaltskonsolidierungen zu gefährden, hätte langfristige und gravierende Folgen für den Kinderschutz.“
Prävention schützt nicht nur Kinder und Jugendliche unmittelbar vor sexu-alisierter Gewalt, sondern verhindert langfristige gesellschaftliche Folge-kosten in Gesundheitssystem, Justiz, Bildungswesen und sozialer Arbeit.
„Prävention sexualisierter Gewalt ist keine Kür, sondern elementarer Kin-derschutz und damit eine Pflichtaufgabe unserer Gesellschaft“, erklärt die Geschäftsführung von AMYNA. „Jede Investition in Prävention stärkt Kinder-rechte, hilft Einrichtungen Kinder und Jugendliche besser zu schützen und trägt dazu bei, sexualisierte Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen.“
Yvonne Oeffling betont zudem: „Kinder brauchen Erwachsene, die hinsehen, Verantwortung übernehmen und sichere Räume schaffen. Prävention gelingt nur gemeinsam – in Familien, Einrichtungen, Politik und Gesellschaft.“

AMYNA ist eine Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und begleitet seit vielen Jahren Einrichtungen, Fachkräfte und Organisationen bei der Ent-wicklung von Schutzkonzepten und nachhaltiger Präventionsstrukturen.
Sibylle Härtl, ist Teil der Geschäftsführung von AMYNA und seit 30 Jahren pädagogische Mit-arbeiterin. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Schutzkonzepten, Organisationsentwicklung und der fachlichen Begleitung von Einrichtungen in Veränderungsprozessen.
Yvonne Oeffling arbeitet als Teil der Geschäftsführung von AMYNA und pädagogische Mitar-beiterin zu Fragen der Prävention, Beteiligung und institutionellen Verantwortung und unter-stützt Einrichtungen dabei, Schutz und Prävention dauerhaft zu verankern. Ehrenamtlich ist sie als Vorsitzende der DGfPI aktiv.
Rückfragen richten Sie bitte an presse@amyna.de.
Weitere Informationen gibt es unter den oben genannten Kontaktdaten und auf der Webs-ite www.amyna.de. Bildmaterial kann auf Nachfrage gerne gestellt werden. Belegexemplar erbeten.

Die Pressemeldung zum Download finden Sie hier.