Ausschreibung für den AMYNA – Präventionspreis 2020

Der AMYNA-Präventionspreis wird seit 2017 an Projekte, Einrichtungen und Dienste in ganz Bayern verliehen, die sich in der Prävention von sexueller Gewalt in besonderer Weise engagieren und hervortun.

Voraussetzung dafür ist die Kooperation mit einer externen Fachstelle – diese wird als „nominierende“ bzw. empfehlende Einrichtung geführt, um die fachliche Qualität zu gewährleisten. Bewerbungen werden sowohl von der nominierten Einrichtung als auch von der nominierenden Fachstelle angenommen.

In diesem Jahr lautet das Schwerpunktthema:

„Gelingende Sexualpädagogik in der Kita“

Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt und sexualisierten Grenzverletzungen – zwei Seiten des Themas, die allerdings nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. Auf der Grundlage eines Begriffs, der von Sexualität als positiver Lebensenergie spricht, soll Sexualpädagogik nicht nur reine „Fakten“ vermitteln. Viel wichtiger noch ist es, eine sexualitätsbejahende Haltung zu zeigen und Kinder in ihrer psychosexuellen Entwicklung bestmöglich zu unterstützen. Sexualpädagogik fällt in den Aufgabenbereich von Kindertagesstätten, da sie durch eine ganzheitliche Förderung und Begleitung einen Bestandteil der Gesundheitsförderung und Persönlichkeitserziehung darstellt.

Wer darf vorgeschlagen werden?

Nominiert werden dürfen Kindertagesstätten, die ein umfassendes sexualpädagogisches Konzept unter Berücksichtigung aller Beteiligten (Kinder, Eltern, Mitarbeitende) in ihrer Einrichtung verankert haben und dies in ihrem pädagogischen Alltag gelingend umsetzen.

Beispiele: Kennen Sie zum Beispiel ein Kinderhaus, in dem die psychosexuelle Entwicklung standardisiert zur Elternarbeit gehört und regelmäßig im Team thematisiert wird? Oder einen Kindergarten, der klare Regeln für „Doktorspiele“ hat, die auf allen Ebenen (Kinder, Eltern, Mitarbeitende) bekannt sind und regelmäßig kommuniziert werden? Oder eine Krippe, die unterschiedliche Familienformen in ihren Angeboten thematisiert und hier Identifikationsmöglichkeiten bietet? Das wären tolle Kandidat*innen für den AMYNA-Präventionspreis!

Um Nachhaltigkeit zu garantieren, sollte die Einrichtung seit mindestens 2 Jahre bestehen bzw. für diese Zeit gesichert sein. Das Preisgeld beträgt 3000 €, was sicherlich für einige Einrichtungen eine willkommene Starthilfe oder Unterstützung bei ihren Bemühungen wäre.

Wie kann man vorschlagen?

Wenn Sie eine Kita kennen, die in das hier beschriebene Profil passt, füllen Sie bitte das Nominierungsformular mit allen notwendigen Angaben aus. Es dürfen gerne Flyer / Material und detailliertere Begründungen der Nominierung beigefügt werden. Bitte senden Sie alle nötigen Unterlagen an ab@amyna.de.

Wenn Sie selbst in einer solchen Einrichtung arbeiten, die die Anforderungen erfüllt, können Sie sich gerne bewerben. Bitte suchen Sie sich dazu eine spezialisierte Fachstelle zu sexualisierter Gewalt, mit der Sie bereits zusammengearbeitet haben, als „Tandempartnerin“. Diese sollte als nominierende Stelle für Sie einstehen können.

Für Fragen zu den fachlichen Voraussetzungen oder den organisatorischen Rahmenbedingungen und Ablauf haben wir eine FAQ-Seite eingerichtet unter Fragen und Antworten. Wenn Ihre Frage dort nicht zu finden ist, wenden Sie sich bitte an ab@amyna.de.
Die vorschlagende Stelle wird – wenn ihr Vorschlag den Preis gewinnt – als Laudator*in zur Preisverleihung eingeladen (natürlich inklusive einer Erstattung der Fahrkosten).

Wie ist der zeitliche Ablauf?

Der Einsendeschluss für den aktuellen Präventionspreis ist in diesem Jahr der 04.11.2019. Im November wird schließlich der bzw. die aktuelle Preisträger*in beschlossen, die Verleihung wird am 14. Mai 2020 stattfinden.

Wir freuen uns ebenso jederzeit über Anregungen, Ideen und Rückmeldungen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Material zum Download

Ausschreibung (PDF, 389 KB)

 Nominierungsformular (PDF, 372 KB)