Ausschreibung für den AMYNA – Präventionspreis 2018

Vertreter*innen der Fachöffentlichkeit in Bayern sind aufgerufen, Projekte oder Einrichtungen von Trägern sozialer Einrichtungen vorzuschlagen, die sich für ein Schwerpunktthema rund um die Prävention von sexuellem Missbrauch in besonderer Weise engagieren und hervortun. Für 2018 lautet dieser Schwerpunkt:

„Inklusive Partizipations- und Beschwerdesysteme für Kinder und Jugendliche“

„Partizipation wird (…) als wirksames Instrument gesehen, um sexuellen Missbrauch in Institutionen zu verhindern oder möglichst schnell zu stoppen. Da Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung häufiger von sexueller Gewalt betroffen sind als der Bevölkerungsdurchschnitt, muss dieses Thema auch und gerade in Einrichtungen, in denen (unter anderem) Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Behinderungen leben, von Bedeutung sein.“ (Auszug aus dem Newsletter „Inklusion in 5 Minuten“ – AMYNA e.V., 2015)

Wer darf vorgeschlagen werden?

Nominiert werden dürfen Einrichtungen und Dienste, die Partizipations- und Beschwerdemaßnahmen im Kontext der Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen* und Jungen* durchführen. Im Fokus stehen Einrichtungen und Dienste für Mädchen* und Jungen*, die von seelischer Behinderung bedroht sind, mit einer bestehenden Behinderung/ Beeinträchtigung oder mit einer chronischen Erkrankung.

Beispiele: Kennen Sie zum Beispiel eine Wohngruppe für Jugendliche mit schwerst-mehrfacher Behinderung, die niedrigschwellige und nicht-sprachliche Beteiligungs-möglichkeiten in ihrem Konzept verankert hat? Oder ein Tagesheim, das konkrete pädagogische Richtlinien zur Beteiligung der Kinder und Jugendlichen erarbeitet hat? Oder eine Einrichtung, in der die pädagogischen Fachkräfte anhand ihres strukturell verankerten Beschwerdesystems auch auf nonverbale Beschwerden der Mädchen* und Jungen* ausreichend eingehen können? Das wären tolle Kandidat*innen für den AMYNA-Präventionspreis!

Einzelpersonen dürfen nur nominiert werden, wenn sie in einer konstanten Position eingebunden sind. Um Nachhaltigkeit zu garantieren, sollte das Projekt oder die Einrichtung bereits seit mindestens 2 Jahren bestehen oder die Durchführung für mindestens 2 Jahre gesichert sein. Das Preisgeld beträgt 3000 €, was sicherlich für einige Stellen eine willkommene Starthilfe oder Unterstützung bei ihren Bemühungen wäre.

Wie kann man vorschlagen?

Wenn Sie eine Einrichtung kennen, die in das hier beschriebene Profil passt, füllen Sie bitte das Nominierungsformular mit allen notwendigen Angaben aus. Es dürfen gerne Flyer / Material und detailliertere Begründungen der Nominierung beigefügt werden. Bitte senden Sie alle nötigen Unterlagen an ab@amyna.de.

Wenn Sie selbst in einer solchen Einrichtung arbeiten, die die Anforderungen erfüllt, können Sie sich gerne bewerben. Bitte suchen Sie sich dazu eine Fachberatungsstelle, mit der Sie im optimalsten Fall bereits zusammengearbeitet haben, als „Tandempartnerin“. Diese sollte als nominierende Stelle für Sie einstehen können.

Für Fragen zu den fachlichen Voraussetzungen oder den organisatorischen Rahmenbedingungen und Ablauf haben wir eine FAQ-Seite eingerichtet unter Fragen und Antworten. Wenn Ihre Frage dort nicht zu finden ist, wenden Sie sich bitte an ab@amyna.de.
Die vorschlagende Einrichtung wird – wenn ihr Vorschlag den Preis gewinnt – als Laudator*in zur Preisverleihung eingeladen (natürlich inklusive einer Erstattung der Fahrkosten).

Wie ist der zeitliche Ablauf?

Der Einsendeschluss für den aktuellen Präventionspreis ist in diesem Jahr der 02.11.2017. Im November wird schließlich der bzw. die aktuelle Preisträger*in beschlossen, die Verleihung wird am 17. Mai 2018 stattfinden.

Bitte fördern Sie durch Ihre Nominierung Einrichtungen in ihrem Engagement und dadurch die fachliche Entwicklung in der Prävention von sexuellem Missbrauch in Bayern.
Wir freuen uns ebenso jederzeit über Anregungen, Ideen und Rückmeldungen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Material zum Download

Ausschreibung (PDF, 390 KB)

Nominierungsformular (PDF, 375 KB)