„Ist das eigentlich noch in Ordnung?“

Der Umgang mit kindlicher Sexualität und sexuellen Grenzverletzungen unter Kindern

Auch wenn es uns Erwachsene manchmal ganz schön verunsichert: Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil kindlicher Entwicklung. Kindliche Sexualität unterscheidet sich deutlich von „Erwachsenen-Sexualität“ – sie ist von Spielfreude, Neugier und ganzheitlicher Körpererfahrung geprägt. Auch erste „Verliebtheiten“ im Grundschulalter tragen noch einen spielerischen Charakter.

Mittlerweile lassen viele Mütter, Väter und Kindertagesstätten den Mädchen und Jungen Freiräume, damit sie alleine oder zusammen mit anderen Kindern mit unterschiedlichen Ausdrucksformen kindlicher Sexualität experimentieren können. Diese positive Erfahrung von Zärtlichkeit, Verbundenheit und Körpererleben bildet die Grundlage dafür, dass Kinder Grenzverletzungen leichter erkennen und sich dadurch auch schneller hilfesuchend an Erwachsene wenden können.

Neben Freiräumen braucht kindliche Sexualität aber auch Schutzräume und Grenzen. Auch unter Kindern müssen Freiwilligkeit und Einvernehmlichkeit das oberste Gebot sein, dürfen Machtunterschiede nicht ausgenutzt werden. Es ist Aufgabe der Erwachsenen dafür Sorge zu tragen, dass Kinder auch im Bereich der kindlichen Sexualität nicht die Grenzen anderer Kinder missachten und dass sie vor den Übergriffen anderer Kinder geschützt werden. Das ist im Alltag nicht immer ganz einfach, denn manche Fragen lassen sich nicht so leicht beantworten: Wo müssen wir uns einmischen, wann die Kinder in Ruhe lassen? Wo sind meine eigenen Grenzen? Was gehört zur altersgemäßen Entwicklung, wo läuft etwas schief? Und vor allem: Wo beginnt ein sexueller Übergriff unter den Kindern und wie können wir die Kinder davor schützen? Antworten auf diese und andere Fragen werden während des Elternabends besprochen.

Während des Elternabends geht es zunächst einmal darum, mehr Sicherheit zu bekommen: Was gehört zur altersgemäßen kindlichen Entwicklung? Muss ich jedes Verhalten in Ordnung finden? Und wo beginnt ein sexueller Übergriff gegen andere Kinder? Danach werden wir uns damit beschäftigen wie Eltern ihre Töchter und Söhne für die eigenen Grenzen und die Grenzen anderer sensibilisieren können wie Sie die Kinder vor sexuellen Übergriffen durch andere Kinder schützen können wie es den Kindern leichter gemacht werden kann, ggf. von Übergriffen zu erzählen und wie nach einem sexuellen Übergriff gut mit den Kindern umgegangen werden kann. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie Eltern und Kindertagesstätten an diesem Punkt gut zusammenarbeiten können.

  • Zielgruppe

    Mütter und Väter von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter

  • Gruppengröße

    Möglichst 6–25 Personen

  • Ort

    Der Elternabend kann in den Räumen Ihrer Einrichtung stattfinden. Sie können dafür aber auch gegen einen geringen Aufpreis die Räume von AMYNA nutzen.

  • Dauer

    Ca. 2-3 Stunden

  • Terminanfragen

    Terminanfragen können Sie telefonisch 089/ 890 57 45-100, per Mail an info@amyna.de, per Post oder per Fax an uns richten.

  • Kosten

    Nach Vereinbarung. Nach der Veranstaltung erhalten Sie von uns eine Rechnung über die vereinbarten Kosten.

  • Buchung

    Wenn Sie sich für einen Elternabend entschieden haben, bekommen Sie von uns einen schriftlichen Vertrag, den Sie uns innerhalb von 14 Tagen unterschrieben zurückschicken.

  • Absage

    Bis vier Wochen vor dem vereinbarten Termin ist eine Absage Ihrerseits kostenlos möglich. Bei kurzfristigeren Absagen stellen wir eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung.

  • Referentinnen

    Elke Schmidt, Pädagogin MA, Mediatorin, Mitarbeiterin von AMYNA e.V. bei „GrenzwertIch„- Sexuelle Gewalt durch Kindern und Jugendlichen verhindern
    Irmi Deschler, freiberufliche Referentin bei AMYNA e.V.

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