Kompetent handeln bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch

Grundlagen für „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §8a und 8b SGB VIII

 

Kompetent handeln bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch

Termin:
Donnerstag, 09.05.2019 - 10.05.2019
9:30 - 17:00 Uhr
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Veranstaltungsort: AMYNA e.V. Mariahilfplatz 9, 81541 München

Hinweis: Unsere Räumlichkeiten sind bedauerlicherweise nicht rolligerecht. Wir bemühen uns, bei frühzeitiger Anmeldung, Lösungen zu finden.

Kategorie: Fortbildung

Zielgruppe: „insoweit erfahrene Fachkräfte“ nach §8a bzw. 8b SGB VIII

Referent*innen: Barbara Schwärzler, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Paar- und Familientherapeutin, Supervisorin (DGSv)

Kosten: € 175,–/€ 160,– bei Anmeldung bis 15.03.19

Anmeldeschluss: Mittwoch, 12.04.19

Anmeldung: Sie können sich über unser Online-Anmeldeformular anmelden.


Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind nach §8a SGB VIII verpflichtet, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und somit auch bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ zur fachkundigen Abschätzung des Gefährdungsrisikos hinzuzuziehen. Darüber hinaus haben alle Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, nach §8b Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.

Gerade Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch lösen hier häufig eine große Verunsicherung aus. Nicht zu Unrecht, denn die Bearbeitung eines solchen Falles benötigt Fingerspitzengefühl und fundiertes Fachwissen. Daher brauchen auch „insoweit erfahrene Fachkräfte“ ein besonderes Anforderungsprofil, um Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Einzelpersonen kompetent in dieser speziellen Risikoeinschätzung begleiten zu können.

Themen der Fortbildung werden sein:

  • Besonderheiten in den Abläufen eines §8a bzw. 8b-Verfahrens im Hinblick auf sexuellen Missbrauch
  • Was können „gewichtige Anhaltspunkte“ bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch sein?
  • Hintergrundwissen über alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten von betroffenen Kindern
  • Dynamik von außerfamiliärem und innerfamiliärem sexuellen Missbrauch auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Informationen über Täter, Täterinnen und Täterstrategien
  • Die spezifische Rolle der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ im Fallgeschehen
  • Datenschutzregelungen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch
  • Umgang bei eigener Verunsicherung – Reflexionsbedarf
  • Institutionelle Dynamik bei Verdachtsfällen von sexuellem Missbrauch

In der Fortbildung wird es darum gehen, Grundlagenwissen zu vermitteln, das die Voraussetzung für eine gute Risikoeinschätzung darstellt und dies anhand von Fallbesprechungen zu konkretisieren. Gerne können eigene Fälle eingebracht werden.


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