Drohender sexueller Missbrauch und Kontakt bei nicht zu klärendem Verdacht

Stellungnahmen des ASD bei verurteilten Missbrauchstätern oder Tätern mit Delikten zu Kinderpornographie in Familien und bei Umgangsstreitigkeiten nach einem nicht zu klärenden Missbrauchsverdacht

 

Drohender sexueller Missbrauch und Kontakt bei nicht zu klärendem Verdacht

Termin:
Donnerstag, 15.04.2021 - 16.04.2021
9:30 - 17:00 Uhr
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Veranstaltungsort: AMYNA e.V. Mariahilfplatz 9, 81541 München

Hinweis: Unsere Räumlichkeiten sind bedauerlicherweise nicht rolligerecht. Wir bemühen uns, bei frühzeitiger Anmeldung, Lösungen zu finden.

Kategorie: Fortbildung

Zielgruppe: Erfahrene Fachkräfte im ASD

Referent*innen: Dr. Heinz Kindler Dipl.-Psych., Sachverständiger / Agathe Eichner, Dipl.Soz.Päd.,Supervisorin

Kosten: € 200,–

Anmeldeschluss: 18.03.2021

Anmeldung: Sie können sich über unser Online-Anmeldeformular anmelden.


Verdachtsabklärung bei Hinweisen auf einen bereits erfolgten innerfamiliären sexuellen Missbrauch stellt eine etablierte fachliche Aufgabe im Spektrum der Themen des ASD dar.

Immer wieder gibt es jedoch auch Fälle, in denen verurteilte Missbrauchstäter oder Personen mit Delikten von Kinderpornographie Kontakt zu Kindern bekommen und das Missbrauchsrisiko ohne konkreten Hinweis auf einen (neuerlichen) sexuellen Missbrauch abgeschätzt werden muss.

Ebenso kann es sein, dass ein Missbrauchsverdacht nach fachkundiger Diagnostik nicht zu klären ist und das Jugendamt in strittigen Verfahren zum Umgang Stellung nehmen muss.

Zu solchen Fallkonstellationen hat es in den letzten Jahren eine Reihe hochrangiger Entscheidungen von Gerichten gegeben, etwa nach dem Fall Staufen.

Im Seminar wollen wir mehrere solcher Entscheidungen analysieren und Folgerungen für fachliche Stellungnahmen des ASD ableiten. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars ist die Bearbeitung von vergleichbaren Fällen, die von der Gruppe eingebracht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind daher eingeladen, eigene Fälle die zum Thema des Seminars passen, einzubringen.

Inhalte der Fortbildung:

  • Rechtsprechung und daraus abgeleitete Folgerungen zu Schutzmaßnahmen bei verurteilten Missbrauchstätern in Familien mit Kindern
  • Rechtsprechung und Folgerungen für Schutzmaßnahmen bei Personen mit Delikten von Kinder­pornographie in Familien mit Kindern
  • Stellungnahmen bei Umgangsstreitigkeiten nach nicht zu klärendem Missbrauchsverdacht

Wir analysieren in der Fortbildung entscheidende Gerichtsurteile und verbinden ansonsten Informationseinheiten mit Gruppendiskussionen und der Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Gruppe.


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