10 Jahre GrenzwertICH

10 Jahre für Prävention von sexuellen Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche

Der Bereich GrenzwertICH zur Prävention von sexuellen Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche gehört zu einer der großen Erfolgsgeschichten von AMYNA e.V.: Der Verein hat damals mit Gründung des Projektes am 15. Juli 2010 ein bis zu diesem Zeitpunkt oft vernachlässigtes Thema aufgegriffen.

Das Jahr 2010 war für AMYNA e.V. nicht nur das Jahr der Aufdeckung vieler großer Fälle sexuellen Missbrauchs in Einrichtungen, es war auch das Geburtsjahr von GrenzwertICH. Damals noch als befristetes Projekt angelegt, um sexueller Gewalt durch Kinder und Jugendliche vorzubeugen und Fachkräften sexualpädagogisches Wissen zu vermitteln, wurde bald die Wichtigkeit auch auf städtischer Ebene deutlich: Nachdem bereits nach einem Jahr Laufzeit so viele Anfragen vorlagen, dass mit langen Wartezeiten gerechnet werden musste, übernahm die Landeshauptstadt München zum Ende der Projektlaufzeit 2013 die Förderung des Bereichs. Seitdem wurden mehrere tausend Fachkräfte und Eltern geschult und beraten. Einrichtungen von der Kinderkrippe bis zur Wohngruppe mit Jugendlichen wurden im Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen durch Gleichaltrige unterstützt.

Das war für uns ein großer Erfolg und wir sind sehr froh über die städtische Unterstützung! Dass die Fachtagung „War doch nur Spaß…? Sexuelle Übergriffe durch Jugendliche verhindern“ und das daraus entstandene Buch so gut angenommen wurden, hat die Entscheidung der Stadt damals noch bestätigt. Ein voller Erfolg!

Heute ist der Bereich so gefragt wie eh und je, aktuell arbeiten vier Mitarbeiterinnen bei GrenzwertICH: Fiona Langfeldt, May Arias, Sibel Ugur und Bereichsleitung Adelheid Unterstaller. Sie setzen ihre volle Energie dafür ein, Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie (Förder-)Schulen für das Thema zu sensibilisieren und zur Einschätzung und Intervention bei sexuellen Grenzverletzungen durch Kinder zu beraten. Das alles mittlerweile sogar nicht mehr nur im geförderten Bereich der Stadt München, sondern auch überregional – teilweise in ganz Bayern.

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Inklusion. Für dieses Thema wurde als letztes Kollegin Sibel Ugur eingestellt. Wir freuen uns, dass sie seit Juli 2020 unser Team mit ihren Erfahrungen unter anderem aus dem Bereich der Behindertenhilfe ergänzt. So können wir nun mit noch mehr Tatkraft und Energie den Schutz von Kindern und Jugendlichen – mit und ohne Behinderungen – voranbringen!

Das Jubiläum haben wir natürlich gebührend im Freien gefeiert und auf 10 weitere erfolgreiche Jahre GrenzwertICH angestoßen!